Ewigkeit im Herzen mit Barmherzigkeit in den Händen!

Die rechte Theologie im Kopf, ein unempfindsames Herz, zwei linke Hände für den Nächsten. Ist solch ein Mensch für die Ewigkeit gerettet?

Predigt auf YouTube:

https://youtu.be/aS3SRslBAi0

13. Sonntag nach Trinitatis – Lukas 10,25-37

Der Barmherzige Samariter

Der Schriftgelehrte, der gelernte Theologe und Rabbiner wollte Genaueres von Jesus Christus über diese Ewigkeitsfrage wissen. Denn das Gewissen sagt allen, dass es einen Gott gibt. Und die genauere Frage um die Ewigkeit und den Einsatz für die Ewigkeit steht doch jedem Menschen im Herzen geschrieben, besonders wenn er wie der Pharisäer hier fragt: Was muss ich tun, um das ewige Leben zu ererben?

Ist das auch Deine Frage? Gibt deine Kirche und Gemeinde heute darauf noch regelmäßige Antworten? Oder beschäftigen sich die Kirchen heute eher mit folgenden Themen: Wie können wir noch die Welt retten? Nämliche die Wale, die Eisberge oder die Gletscher retten, aber nicht die ca. 500.000 jährlich abgetriebenen Kinder.

Doch Jesus erkennt in unserer Erzählung, dass der Pharisäer, der sich in allen theologischen Fragen auskennt, ein anderes Problem mit sich herumträgt. Jesus erkennt die tiefere Frage in seinem Herzen, die Ungewissheit, die mit der persönlichen Ewigkeit zusammenhängt. Die zweite Frage, die damit verbunden ist, Gott zu lieben, ist die Alltagsliebe, nämlich: Wer ist denn mein Nächster? Weil Jesus den Mangel der Herzensliebe bei ihm entdeckt, deshalb erzählt er dem Pharisäer sofort die belehrende Geschichte vom Barmherzigen Samariter.

Denn solange dieser noch nach: Wer ist denn mein Nächster? fragt, schließt er einen Personenkreis, eine Volkschicht von sich aus. Denn damit sind für ihn nur solche Nächste, die er sich selbst aussucht.

Der Pharisäer ahnt bereits hier, dass er nicht das Liebesgebot zum Nächsten ganz erfüllt und deshalb zu kurz kommt. Jesus beantwortet nun nicht seine Frage damit, dass er ihm eine bestimmte Gruppe von Leuten vorstellt, die er zusätzlich lieben soll. Nein, er zeigt uns mit diesem Gleichnis, welches die unterschiedliche Beachtung eines hilfsbedürftigen Menschen herausstellt, dass die rechte Frage nicht lauten soll: Wer ist mein Nächster, sondern Wie werde ich – durch mein inneres Bewegt-Sein  – einem Bedürftigen zum Nächsten.

Diese Frage wollen wir uns auch stellen. Wir lernen, dass die Samariter Menschen waren, die von den Juden verachtet und gehasst wurden. Sie wurden wie Ausländer oder Migranten behandelt, waren ein Mischvolk, Menschen zweiter Klasse. Wir könnten auch sagen, viele Pharisäer waren damals schon Rassisten. Doch dieser verachtete Samariter kümmert sich nicht um Fremdenhass, um Verachtung, er denkt auch nicht daran, dass er vielleicht Zeit, Geld und seine Kraft vergeudet. Nein, dem Samariter geht es darum, die jetzige Not, die er vor seinen Augen sieht, die ihn innerlich trifft, sofort selbst zu lindern. Sein innerstes Mitgefühl drängt ihn dazu. Er kann nicht anders. Er selbst muss dem Bedürftigen zum Nächsten werden.

Kennen wir solch ein Mitgefühl, angezündet durch die Ewigkeit, durch unsere Liebe, die von Gott kommt?

Als ich in Marburg noch Theologie studierte, traf ich Jutta Herzog, 67 Jahre alt. Sie war Diabetikerin. Ich hatte sie mit Unterzucker und beinahe Bewusstlosigkeit ins Krankenhaus gefahren. Dann stieg der Zucker wieder auf 400. So befand sie sich in Wehrda. Ihr war selbst nicht wohl zumute. Doch in der zweiten Woche sah sie eine 85jährige ausgelaugte Müllersfrau, die in ihrer Blütezeit Zentnersäcke getragen hatte, im Flur sitzen. Das Herz jener Frau war sehr erweitert. Sie konnte nur noch mit Mühe gehen. Niemand kümmerte sich um sie. Doch Jutta näherte sich ihr, nahm sie in den Arm und spazierte trotz ihrer Krankheit täglich eine Zeit mit ihr im Krankenhaus durch die langen Flure. Jutta wurde dieser 85-jährigen Müllerin zum Nächsten. Sie konnte nicht anders, sie musste ihr zur Nächsten werden. Sie war für die alte Müllerin ihre barmherzige Samariterin.

So gibt es noch viele Beispiele in der alten und neuen Kirchengeschichte, wie auch die Samariterin Mutter Theresa, die vor 20 Jahren starb.

Gerade heute in der unsicheren und uns einengenden Coronazeit, finden wir Menschen, die verzweifelt, unsicher, bedrückt und hilflos sind, privat in engen Sozialwohnungen, Altenheimen, Krankenhäusern oder auch öffentlich im Alltag und am Arbeitsplatz.

Sollten wir nicht besonders dort unsere Ewigkeit im Herzen in unsere feinfühligen Hände fahren lassen? Auch wir sind aufgerufen, wieder barmherzige Samariter zu werden.

Wollen wir uns fragen, wie wir unserem Nachbarn und jenen, denen wir täglich begegnen, zum Nächsten werden können. Erkennen wir denn deren Not? Lassen wir es nicht so weit kommen, wie es kürzlich geschah, dass eine verzweifelte Mutter ihrem und ihrer Kinder Leben ein Ende setzte.

Wie werde ich dem Anderen zum Nächsten?

Doch wenn ich innerlich frei von mir selbst bin und einen Blick und ein Herz für meinen Nächsten habe. Ich kann ihm meine Zeit und mein Ohr schenken, ihm trotz Maske, einen freundlichen Blick, ein hörendes Ohr und ein freundliches Wort schenken, auch im Abstand ihm nahe sein und mit ihm spazieren gehen.

Wie wichtig ist es, dass freundliche Samariter durch Gottes Liebe das Leid und den Schmerz des Anderen erkennen. Wollen wir vermehrt darauf achten: Wo ist denn dieser Nachbar in Not?

Wollen wir uns durch den Heiligen Geist zeigen lassen, wie wir barmherzige Samariter in der Coronazeit werden können!

Gebe Dich als liebender Mitmensch zu erkennen. Und zeige dich doch als Nächster in deinem Handeln, nämlich dass Dich das ewige Leben, die Liebe zu Gott erfasst hat.

Lass dich an deinem Tun erkennen, dass du der Nächste für einen Menschen in Not bist.                                        Amen

Pfingstgottesdienst- Morgenlob

1. O komm, du Geist der Wahrheit,
und kehre bei uns ein,
verbreite Licht und Klarheit,
verbanne Trug und Schein.
Gieß aus dein heilig Feuer,
rühr Herz und Lippen an,
dass jeglicher getreuer
den Herrn bekennen kann.

2. O du, den unser größter
Regent uns zugesagt:
Komm zu uns, werter Tröster,
und mach uns unverzagt.
Gib uns in dieser schlaffen
und glaubensarmen Zeit
die scharf geschliffnen Waffen
der ersten Christenheit.

3. Unglaub und Torheit brüsten
sich frecher jetzt als je;
darum musst du uns rüsten
mit Waffen aus der Höh.
Du musst uns Kraft verleihen,
Geduld und Glaubenstreu
und musst uns ganz befreien
von aller Menschenscheu.

4. Es gilt ein frei Geständnis
in dieser unsrer Zeit,
ein offenes Bekenntnis
bei allem Widerstreit,
trotz aller Feinde Toben,
trotz allem Heidentum
zu preisen und zu loben
das Evangelium.

Eingangsvotum

Lasst uns dem allmächtigen Gott demütig unsre Sünden bekennen!

Allgemeines Schuldbekenntnis

Barmherziger Vater! Wir bekennen, dass wir gegen Dich gesündigt haben in Gedanken, Worten und Werken, durch das, was wir getan und unterlassen haben. Wir haben Dich nicht von ganzem Herzen geliebt; wir haben unsre Nächsten nicht wie uns selbst geliebt. In Reue und Demut bekennen wir unsre Schuld. Um Deines Sohnes Jesu Christi willen, sei uns gnädig und vergib uns unsre Verfehlungen, dass wir Deinen Willen freudig erfüllen und auf Deinen Wegen wandeln. Zur Ehre Deines Namens. G  Amen.

Der allmächtige Gott hat in seiner großen Barmherzigkeit Vergebung der Sünden allen verheißen, die sich in aufrichtiger Buße und wahrhaftigem Glauben zu ihm wenden. Der Herr erbarme sich über euch: Er vergebe euch und befreie euch von all’ euren Sünden; er bewahre und stärke euch in allem Guten und führe euch zum ewigen Leben. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.

G  Amen.

Wechselspruch

Z             Der Herr sei mit euch!

G            Und mit deinem Geist!

Z             Lasst uns beten!

Vaterunser

Vater unser im Himmel.

Geheiligt werde Dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

Wechselspruch

Z             Herr, tue unsere Lippen auf,

G            dass unser Mund Deinen Ruhm verkündige.

Gloria patri

Z             Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

G            Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Z             Lobt den Namen des Herrn!

G            Der Name des Herrn sei gelobt!

Lobpreis- Psalm 118

24 Dies ist der Tag, den der HERR macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.

25 O HERR, hilf! O HERR, lass wohlgelingen!

26 Gelobt sei, der da kommt im Namen des HERRN! Wir segnen euch vom Haus des HERRN.

27 Der HERR ist Gott, der uns erleuchtet. Schmückt das Fest mit Maien bis an die Hörner des Altars!

28 Du bist mein Gott, und ich danke dir; mein Gott, ich will dich preisen.

29 Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.

 

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.  Amen.

Lesung und Bekenntnis

  1. Lesung  – Gen 11, 1-9

L             Wort des lebendigen Gottes.

G            Dank sei Gott.

1. Geist des Glaubens, Geist der Stärke,
des Gehorsams und der Zucht,
Schöpfer aller Gotteswerke,
Träger aller Himmelsfrucht,
Geist, der einst der heilgen Männer,
Kön’ge und Prophetenschar,
der Apostel und Bekenner
Trieb und Kraft und Zeugnis war:

2. Rüste du mit deinen Gaben
auch uns schwache Kinder aus,
Kraft und Glaubensmut zu haben,
Eifer für des Herren Haus;
eine Welt mit ihren Schätzen,
Menschengunst und gute Zeit,
Leib und Leben dranzusetzen
in dem großen, heilgen Streit.

.9. Geist des Glaubens, Geist der Stärke,
des Gehorsams und der Zucht,
Schöpfer aller Gotteswerke,
Träger aller Himmelsfrucht,
Geist, du Geist der heilgen Männer,
Kön’ge und Prophetenschar,
der Apostel und Bekenner:
auch bei uns werd offenbar!

2. Lesung – Apg. 2,1-13

L             Wort des lebendigen Gottes.

G            Dank sei Gott.

Apostolikum

Ich glaube an Gott, an Jesus Christus, an den Heiligen Geitst

…       Amen.

Predigt

EG S. 566 

1. Der Geist des Herrn erfüllt das All
mit Sturm und Feuersgluten;
er krönt mit Jubel Berg und Tal,
er lässt die Wasser fluten.
Ganz überströmt von Glanz und Licht,
erhebt die Schöpfung ihr Gesicht,
frohlockend: Halleluja.

4. Der Geist des Herrn durchweht die Welt gewaltig und unbändig;
wohin sein Feueratem fällt,
wird Gottes Reich lebendig.
Da schreitet Christus durch die Zeit
in seiner Kirche Pilgerkleid,
Gott lobend: Halleluja.

Gebete

Wechselspruch

Z             Der Herr sei mit euch!

G            Und mit deinem Geist!

Z             Lasst uns beten!

Fürbitten

Z   Herr, rette Dein Volk und segne Dein Erbteil.

G   Regiere und erhöhe es in Ewigkeit.

Z    Dich preisen wir jeden Tag;

G   und beten Deinen Namen an jetzt und immerdar.

Z    Bewahre uns heute, Herr, vor aller Sünde.

G   Erbarme Dich über uns, Herr, erbarme Dich.

Z    Herr, lass Deine Barmherzigkeit über uns herrschen,

G   Denn auf Dich, Herr, vertrauen wir.

 Z Auf Dich allein setzen wir unsere Hoffnung.

G   Bei Dir werden wir niemals enttäuscht.

Tagesgebet

Gebet um äußeren Frieden

Gott,Du bist der Friedensstifter und liebst die Eintracht. Dir zu dienen heißt mit Dir zu herrschen. Dich zu kennen ist das Leben. Verteidige uns, Deine Diener, in den Angriffen unserer Feinde, damit wir – im festen Vertrauen auf Deinen Schutz – uns vor ihrer Gewalt nicht fürchten brauchen. Durch die Macht Jesu Christi, unseres Herrn.

G  Amen.

Gebet um recht zu leben

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. 

G  Amen

 Gebet des heiligen Chrysostomus

Allmächtiger Gott! Du hast uns jetzt Gnade verliehen, Dir unsere gemeinsamen Gebete einmütig darzubringen und uns verheißen, wenn zwei oder drei in Deinem Namen versammelt sind, sie zu erhören. Erfülle nun, o Herr, die Wünsche und Bitten Deiner Diener, wie es uns am heilsamsten ist; und schenke uns in dieser Welt die Erkenntnis Deiner Wahrheit und in der zukünftigen das ewige Leben.

G  Amen.

 

Z  Lasst uns den Herrn preisen.

G  Dank sei Gott.

Segensgebete

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen!

Amen.                                            

Bekanntmachungen & Kollekte

1. Schmückt das Fest mit Maien,
lasset Blumen streuen, zündet Opfer an;
denn der Geist der Gnaden hat sich eingeladen, machet ihm die Bahn!
Nehmt ihn ein, so wird sein Schein
euch mit Licht und Heil erfüllen
und den Kummer stillen.

2. Tröster der Betrübten, Siegel der Geliebten, Geist voll Rat und Tat,
starker Gottesfinger, Friedensüberbringer,
Licht auf unse  rm Pfad: Gib uns Kraft und Lebenssaft, lass uns deine teuren Gaben zur Genüge laben.

3. Lass die Zungen brennen, wenn wir Jesus nennen, führ den Geist empor;
gib uns Kraft zu beten und vor Gott zu treten, sprich du selbst uns vor. Gib uns Mut, du höchstes Gut, tröst uns kräftiglich von oben bei der Feinde Toben.

Abraham Isaak2

FAMILIEN- ODER MORGENANDACHT

nach dem Allgemeinen Gebetbuch (anglikanisch)

Nachfolgende Links bitte anklicken: – Bei den Liedern mitsingen.

Mein Glaube fest sich bauen kann https://www.youtube.com/watch?v=u-8sM7JsPLM

– danach YouTube stoppen –

Wir beginnen die Hausandacht und sprechen einzeln (Lesungen) oder gemeinsam nachfolgende Texte:

Vaterunser – gemeinsam

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

  1. Lesung: Mo / Genesis 22,1-15 https://www.bibleserver.com/LUT/1.Mose22

Das Opfer Abrahams

1 Nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich. 2 Und er sprach: Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du lieb hast, und geh hin in das Land Morija und opfere ihn dort zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde. 3 Da stand Abraham früh am Morgen auf und gürtete seinen Esel und nahm mit sich zwei Knechte und seinen Sohn Isaak und spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf und ging hin an den Ort, von dem ihm Gott gesagt hatte. 4 Am dritten Tage hob Abraham seine Augen auf und sah die Stätte von ferne. 5 Und Abraham sprach zu seinen Knechten: Bleibt ihr hier mit dem Esel. Ich und der Knabe wollen dorthin gehen, und wenn wir angebetet haben, wollen wir wieder zu euch kommen. 6 Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak. Er aber nahm das Feuer und das Messer in seine Hand; und gingen die beiden miteinander. 7 Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Mein Vater! Abraham antwortete: Hier bin ich, mein Sohn. Und er sprach: Siehe, hier ist Feuer und Holz; wo ist aber das Schaf zum Brandopfer? 8 Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird sich ersehen ein Schaf zum Brandopfer. Und gingen die beiden miteinander. 9 Und als sie an die Stätte kamen, die ihm Gott gesagt hatte, baute Abraham dort einen Altar und legte das Holz darauf und band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz 10 und reckte seine Hand aus und fasste das Messer, dass er seinen Sohn schlachtete. 11 Da rief ihn der Engel des HERRN vom Himmel und sprach: Abraham! Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. 12 Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts; denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont um meinetwillen. 13 Da hob Abraham seine Augen auf und sah einen Widder hinter sich im Gestrüpp mit seinen Hörnern hängen und ging hin und nahm den Widder und opferte ihn zum Brandopfer an seines Sohnes statt. 14 Und Abraham nannte die Stätte »Der HERR sieht«. Daher man noch heute sagt: Auf dem Berge, da der HERR sich sehen lässt.

Psalm: 43 https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm43

Einzeln oder im Verswechsel:

1 Schaffe mir Recht, Gott, / und führe meine Sache wider das treulose Volk und errette mich von den falschen und bösen Leuten!

2 Denn du bist der Gott meiner Stärke: Warum hast du mich verstoßen? Warum muss ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich drängt?

3 Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung,

4 dass ich hineingehe zum Altar Gottes, / zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und dir, Gott, auf der Harfe danke, mein Gott.

5 Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit, und in Ewigkeit. Amen.

 2. Lesung Johannes 8,46-59 https://www.bibleserver.com/LUT/Johannes8%2C46

Der Streit um Jesu Ehre

46 Wer unter euch kann mich einer Sünde überführen? Wenn ich die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht? 47 Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte; ihr hört darum nicht, weil ihr nicht von Gott seid. 48 Da antworteten die Juden und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht mit Recht, dass du ein Samariter bist und von einem Dämon besessen bist? 49 Jesus antwortete: Ich bin nicht besessen, sondern ich ehre meinen Vater, aber ihr nehmt mir die Ehre. 50 Ich suche nicht meine Ehre; es ist aber einer, der sie sucht und richtet. 51 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hält, der wird den Tod nicht sehen in Ewigkeit. 52 Da sprachen die Juden zu ihm: Nun erkennen wir, dass du von einem Dämon besessen bist. Abraham ist gestorben und die Propheten, und du sprichst: Wer mein Wort hält, der wird den Tod nicht schmecken in Ewigkeit. 53 Bist du mehr als unser Vater Abraham, der gestorben ist? Und die Propheten sind gestorben. Was machst du aus dir selbst? 54 Jesus antwortete: Wenn ich mich selber ehre, so ist meine Ehre nichts. Es ist aber mein Vater, der mich ehrt, von dem ihr sagt: Er ist unser Gott. 55 Und ihr kennt ihn nicht, ich aber kenne ihn. Und wenn ich sagen würde: Ich kenne ihn nicht, wäre ich ein Lügner wie ihr. Aber ich kenne ihn und halte sein Wort. 56 Abraham, euer Vater, wurde froh, dass er meinen Tag sehen sollte, und er sah ihn und freute sich. 57 Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und hast Abraham gesehen? 58 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham wurde, bin ich. 59 Da hoben sie Steine auf, um sie auf ihn zu werfen. Aber Jesus verbarg sich und ging zum Tempel hinaus.

 

  1. Glaubensbekenntnis – gemeinsam:

Das Apostolische Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, / und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, / empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, / gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, / hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, / aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; / von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. / Ich glaube an den Heiligen Geist, / die heilige allgemeine Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, / Vergebung der Sünden, / Auferstehung der Toten / und das ewige Leben. / Amen.

 Lied: Lass mich an Dich glauben, wie Abraham es tat. https://www.youtube.com/watch?v=Mg6D5WhKZP4&list=RDMg6D5WhKZP4&start_radio=1  – danach YouTube stoppen –

Predigt auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=hPH_2yAMKAI&t=926s

Oder: Bei Andacht in der Familie nach den beiden Lesungen. – Beiträge und Anmerkungen der anwesenden Beteiligten

GEBETSTEIL einzeln oder gemeinsam:

An dieser Stelle kann das Tagesgebet von einer Person oder allen gesprochen werden.

Allmächtiger und allbarmherziger Gott. Blicke gnädig auf Dein Volk herab, dass es durch Deine große Güte an Leib und Seele bewahrt und beschützt wird. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen  

Danksagung für Barmherzigkeit und Bewahrung,

besonders in der letzten Nacht.

Allmächtiger und ewiger Gott! In Dir leben, weben und sind wir. Als Deine Geschöpfe bedürfen wir Deinen stetigen Beistand. Du hast uns vom Anbeginn unseres Lebens bis auf den heutigen Tag bewahrt. Deshalb bringen wir Dir unser schuldiges Lob und unseren Dank dar. Vor allem aber, weil Du uns vor allen Gefahren der vergangenen Nacht behütet hast. Für diese Deine Barmherzigkeit loben und preisen wir Deinen herrlichen Namen und bitten Dich demütig, unser morgendliches Lob- und Dankopfer gnädig anzunehmen. Dies bitten wir um dessen willen, der für uns im Grab lag und wieder auferstand, Deinen Sohn, unseren Heiland Jesus Christus.  Amen.

Hingabe und Bitte um geistliches Wachstum

Barmherziger Vater! Weil Du unserem Leben einen weiteren Tag hinzugefügt hast, wollen wir Dir unseren Leib und unsere Seele hingeben und uns durch ein frommes, gerechtes und besonnenes Leben in Deinen Dienst stellen. Bestätige und stärke uns in dieser Absicht, barmherziger Gott, damit wir, die wir an Jahren zunehmen, auch in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Heilandes, Jesus Christus, wachsen.  Amen.

Gebet um Gnade bei der Umsetzung

Du aber, o Gott, kennst die Schwachheit und Verdorbenheit unserer menschlichen Natur sowie die vielfältigen Versuchungen, denen wir täglich ausgesetzt sind. Wir bitten Dich deshalb, habe Mitleid mit unseren Schwächen und verleihe uns den steten Beistand Deines Heiligen Geistes, damit wir tatsächlich von der Sünde zurückgehalten und zu guten Werken angestiftet werden. Erfülle unsere Herzen mit Furcht vor Deinem Gericht und Dankbarkeit für Deine große Güte, dass wir uns davor fürchten, Dich zu betrüben und uns schämen, wenn wir gegen Dich gehandelt haben. Und halte in uns vor allem eine lebendige Erinnerung an den Tag wach, an dem wir für unsere Gedanken, Worte und Taten Rechenschaft dem geben müssen, den Du zum Richter der Lebenden und der Toten bestimmt hast, Deinen Sohn, Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

Leitung, Bewahrung und Segen für die Arbeit

O Vater! Insbesondere erflehen wir Deine Gnade und Deinen Schutz für den nun beginnenden Tag. Lass uns in allen Dingen maßvoll und in unseren verschiedenen Berufungen gewissenhaft sein. Schenke uns Geduld in unseren Schwierigkeiten. Gib uns Gnade, in all unseren Aufgaben gerecht und aufrichtig zu sein. Mache uns friedlich, barmherzig und bereit, allen Menschen nach unseren Möglichkeiten Gutes zu tun. Führe uns auf all unseren Wegen. Behüte uns vor allen Gefahren und Nöten, und lass es Dir gefallen uns und alle, die wir lieben, unter Deine väterliche Sorge und Deinen Schutz zu nehmen. Dies alles und was immer Du für uns nötig hältst, erbitten wir durch Deinen Sohn, Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

Segen – 2.Kor 13,13 – gemeinsam

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen!  Amen.

Abschlusslied: https://www.youtube.com/watch?v=HcLdaVpf0os

– danach YouTube stoppen –

 

Englische Gottesdienste Livestream

– ACNA – über die USA verstreut – auswählen: http://anglicanchurch.net/?/main/page/1994

 

2. Sonntag nach dem Christfest. 

Predigt in der Christusgemeinde über Eph. 1, 3-14

Dreifaltigkeit - Perichoresis

Dreifacher geistlicher Segen,

fordert Dankbarkeit und Verantwortung

In der Weihnachtszeit haben viele Menschen kleine und große Geschenke erhalten. Eltern bescherten ihre Kinder, Kinder die Eltern und Freunde ihre Bekannten. Diese Bescherung bestand aus recht handfesten Dingen – anfassbar, erfahrbar und schmeckbar. Sie lagen als Ausdruck des guten Willens, des Wohlwollens und unserer Zuneigung unter dem Christbaum oder wurden uns gegeben.

Ist dies nicht ein schönes Bild eines irdischen Segens? Etwas ist sichtbar und greifbar, und es tut uns gut. Es erfreut unser Herz. Doch schon ein paar Tage oder Wochen danach ist dieser zeitliche Segen, verbraucht, weggestellt, auch umgetauscht oder gar vergessen. Ja, zeitlicher Segen ist vergänglich. Doch himmlischer nie.

Und obwohl zeitlicher Segen wünschenswert ist, wie er auch immer wieder dem Volk Israel zugesprochen und geschenkt wurde, so spricht dieser zeitliche Segen eigentlich von einem himmlischen und ewigen Segen. Was zeitlich ist, das ist vergänglich, was aber ewig ist, das bleibt und ist bleibend.

Das Alte Testament zeigt oft den irdischen Segen für Israel oder Familien, die dem Bunde Gottes treu waren. Das Neue Testament dagegen spricht stärker vom ewigen oder himmlischen Segen. Es geht weiter und weist auf das Ziel und den bleibenden ewigen Segen im Himmel hin.

Worum es nun bei diesem himmlischen Segen geht, erklärt uns der Apostel Paulus in seinem Lobpreis, den er an Gott richtet. Hier erkennen wir drei himmlischen Segnungen, mit denen wir ebenfalls mit dankbarem Herzen einstimmen sollten. Möge dieser dreifache Segen doch unser Herz ergreifen, uns so erwärmen, dass göttliches Feuer der Dankbarkeit in uns entfacht wird und bleibende Früchte bringt.

  1. Segen: Erwählt zu Kindern und Erben -V 4 +11

Schon vor der Entstehung der Welt, als Christus – der Gottes Liebling und Werkmeister des Universums ist – in Gemeinschaft mit dem Vater lebte, da hatte der Vater bereits einen wunderbaren Plan. Er wollte noch viele solcher Lieblinge und Söhne besitzen. So hatte er in seiner Weisheit solche, die er liebte, aus Liebe erwählt. Er wollte sie nämlich adoptieren und sie zu seinen Kindern und Erben machen. Und dieser Plan entstand nicht plötzlich erst gestern, auch nicht vorgestern.

Es war nicht so, als ob ein Bettler oder Asylant an die Türe käme. Herr Meyer, geben sie mir etwas Geld. Ich überlege dann: Gebe ich ihm 5,- 8,- oder 20 Euro? Doch Gott hatte sich nicht so plötzlich überrascht gefühlt oder sich dann planlos für uns entschieden.

Nein, bei Gott war es wie bei einem Ehepaar, das Kinder adoptieren wollte. Dieses hatten sich genau überlegt, wie viele Kinder, aus welchem Land sie stammen, und ob es Mädchen oder Jungen sein sollten. Alles, auch deren Zukunft war bereits wohl überlegt und eingeplant. Und dies geschah auf Gottes Seite schon bevor er die Welt durch Christus erschuf.

Doch nicht alle Menschen hatte er auserwählt. Aus der Menge der Rebellen und Sünder nur diese, die er liebte. Und weil er uns zuerst erwählte, konnten wir dann auch an Christus und seinen Opfertod persönlich glauben. Er erwählte uns Rebellen zu Kindern und seinen himmlischen Erben.

Ist dies nicht der Grund, Gott dankbar zu sein und ihm von Herzen für deine Erwählung zu danken? Danke ihm, weil er dich durch Christus erwählt hat.

  1. Segen: Erlöst von Sünden und Verderben V 7

Nach Gottes Plan, uns durch Adoption als seine Kinder und Erben zu erwählen, musste Gott noch einen steinigen Weg ebenen und dorthin vorbereiten. Zuvor musste er, durch ein Sühnopfer, das er durch Christus plante und vollbrachte, uns von dem ewigen Tod und der Verdammnis erretten. Es war durch Christus, durch sein vergossenes Blut am Kreuz, dass er unsere Sünden vergeben wollte. Darum heißt es auch: Das Lamm, was erwürgt war vor Grundlegung der Welt. Und dies war schon fest beschlossen vor Christi Geburt, vor mehr als 2000 Jahren. Gott, der Vater, hatte diese Erlösung schon fertig in Christus, bevor je ein Mensch geboren wurde, bevor es überhaupt Sonne und Mond gab. Und nach jüdischer und biblischer Berechnung gibt es seit ca. 6000 Jahren Menschen auf dieser Erde. Er hatte uns einst diesen geheimnisvollen Ratschluss und seine unergründliche Weisheit vorenthalten, doch jetzt hat er dies offenbart. Und das Wort, der Logos, Christus wurde Fleisch. Und wir sahen seine Herrlichkeit, ….. voller Gnade und Wahrheit. Und aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade um Gnade.

Ist dies nicht der Grund, Gott dankbar zu sein und Ihn von Herzen für deine Erlösung zu danken? Danke ihm, weil er dich durch Christus erlöst hat.

  1. Segen: Versiegelt für den Empfang unseres wirklichen Erbes (durch die Gabe des Heiligen Geistes. V 13

Doch wir sollen Gott nicht nur danken, dass er uns als seine Erben erwählt hat, ihm nicht nur danken, dass er uns von unseren Sünden erlöst hat, sondern besonders danken, dass er uns, die wir an ihn glauben, bereits versiegelt hat.

Dann aber, als wir nach Gottes Ratschluss zum Glauben an Christus kamen, als Christus sich uns zu erkennen gab, und wir Christus erkannten, da hat er uns den Heiligen Geist in unser Herz gegeben.

Denken wir doch an Kornelius. Als Petrus der Familie des römischen Offiziers die Rettungsbotschaft verkündete, da fiel der Heilige Geist auf alle, die zuhörten. Auch allen, die zu Pfingsten die Bekehrungsbotschaft des Petrus hörten und Buße taten, wurde der Heilige Geist verheißen. Alle 3000, die sich bekehrten, wurden mit dem verheißenen Heiligen Geist versiegelt. Hier aber heißt es auch, dass die Epheser, sofort als sie gläubig wurden, sogleich mit dem Heiligen Geist versiegelt wurden.

Wofür steht aber das Siegel? Nun, wenn eine Briefrolle wie damals mit Wachs versiegelt wurde, dann hatte dies die Bedeutung, dass der Brief ein echter Brief des Absenders war. Auf Echtheit, Authentizität, kommt es an. Uns wird damit gesagt: Wir sind also echte Kinder Gottes. Weiter aber zeigt das Siegel, dass wir als Brief Gottes auch Besitz Gottes sind. Ein Siegel spricht auch von Besitz. Uns wird damit gesagt, dass wir Eigentum Gottes sind. Dies gibt uns aber Gewissheit und Sicherheit, dass wir Kinder Gottes sind. Wenn wir aber rechtliche Kinder Gottes sind, dann gehört uns schließlich auch das versprochene Erbe im Himmel.

Es ist so, als ob ein Vater oder eine Mutter bereits zu Lebzeiten ein Testament aufstellt und unterschreibt. Du aber erhältst eine Kopie davon. Darin steht bereits alles, was du erben wirst. Dies macht froh, aber auch demütig. Denn ein Erbe hat niemand verdient. Es wird gnädig geschenkt. Ein Erbe kann nur verliehen werden. Dies aber gibt uns eine große Freude. Der Vater hatte es genau geplant. Unser Erbe ist im Himmel, es ist sicher und steht für uns bereit. Bisher kennen wir nur bruchstückhaft und teilweise diese volle Erlösung. Denn es heißt: Betrübt nicht den Heiligen Geist, mit dem ihr versiegelt seid, bis auf den Tag eurer Erlösung. Das volle Erbe der Erlösung kommt noch, es steht für dich bereit, wenn du in den Himmel einziehst.

Ist dies nicht der Grund, Gott dankbar zu sein und Ihm von Herzen für deine Versiegelung zu danken? Danke Ihm, weil er dich durch Christus versiegelt hat.

 Danke Ihm, weil er dich erwählt, erlöst und bereits versiegelt hat. Spreche ein Halleluja auf den dreifachen Segen, der im Himmel bereit steht. Dieser Segen sollte in dir die Dankbarkeit entflammen, nicht nur im Gebet und mit den Lippen, sondern auch durch dein ganzes Leben.

Wie soll sich nun dieser dreifache Segen auswirken? Dreifach nach dem Epheserbrief:

  • Die Erlösten sollten das neue Leben Christi leben und das alte sündige ablegen.
  • Die christliche Haustafel sollte sich Christus unterordnen, und die Familien sollten das Prinzip der Unterordnung zum Segen der Gemeindschaft praktizieren.
  • Alle Christen sollten die christliche Waffenrüstung anziehen und die kämpfende Kirche hier auf Erden unterstützen.

So sollte sich der dreifache himmlische Segen in dreifacher gelebter Verantwortung hier auf Erden umsetzen.

Lass dich deshalb in die Verantwortung des himmlischen Segens hinein nehmen. Lass deine Dankbarkeit im Leben sichtbar werden. Amen.

Bischof.Meyer@rekd.de

 

News Januar 2020 – German & English

Von Grace Meyer

Liebe Freunde und Gebetspartner.
Wir beide haben einen schönen Weihnachtstag mit drei unserer Mädchen und deren Familien erlebt.

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Gerhard ist noch immer Bischof der Anglikanischen Kirche (REC) in Deutschlan mit neun Pastoren und zwei Prädikanten. Er leitet auch das  Benedikt Seminarmit mehreren Studenten und Dozenten und Gastprofessoren. Meistens predigt er an den Sonntagen in der Christusgemeinde und hält wöchentliche Bibelstunden / Gemeindekurse. Darüber hinaus ist er weiterhin Geschäftsführer der EuroRuf Mission GmbH (Global Outreach Inc.) und des Camps. Knuellcamp.

 

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Grace ist immer noch vollamtlich der Campküche tätig, sowie Buchhalterin von drei Organisationen (Euro Ruf, Jause und der Anglikanischen Kirche in i.D.), mit verschiedenen Verwaltungsbereichen und betreibt das Wanderrestaurant: Knuelljause

 

 

 

Melody arbeitet weiterhin im kirchlichen Rentamt.  Björn arbeitet für das Rathaus. Ihr Sohn Jonas (13) mag Fußball, ihre Zwillingsmädchen (11) Priscilla liest gern Bücher und Salome liebt es, kreativ mit Basteln und Zeichnen umzugehen.

 

Joy und Olaf Noltes Bäckerei ist in Schwarzenborn. Sie haben acht Geschäfte, in denen sie Brot, Kuchen und vieles mehr anbieten. Die meisten von ihnen haben auch ein integriertes Café. Rund 100 Mittarbeiter arbeiten für sie. Carl Philipp (14) hat ein neues Hobby gefunden: Bücher lesen. Paul (13) und Conrad (10) lieben jedoch elektronische Spiele.

Esther lebt in der Nähe von Bonn und ist Leiterin einer Schulnachbetreuung mit vier Gruppen, dIE sie sehr genießt. Dirk ist Lektor meist für christliche Verlagshäuser. Ihr Sohn Jan-Magnus (20 Monate alt) ist sehr süß, aufmerksam und sehr aktiv. (hier Bild mit dem Opa).

Jessica (verteilt gerade Geschenke – Bild) arbeitet noch immer in einer großen Krankenversicherung. Daniel ist in der IT tätig und plant, ein eigenes Unternehmen zu gründen.

 

On Tour with Grandkids

Vom 6. bis 8. Januar verbringen wir drei Tage mit unseren Enkeln mit dem Zug unterwegs und entdecken Wittenberg, die Lutherstadt.

Wir werden in einer Jugendherberge neben der 95 Thesen-Kirche übernachten, lernen in Cranachs alter Druckerwerkstatt zu drucken, werden Spaß, gutes Essen und auch das Hallenbad nicht vermissen

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Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes und glückliches neues Jahr 2020.

Grace Meyer  (und Bf. Gerhard)                http://www.grace.meyer@gmx.de

 

 

 

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Download with pictures:

Infobrief Januar 2020 German English

Dear Friends and Prayer Partners

From Grace Ann Meyer

We experienced a lovely Christmas Day with three of our girls and their families.

 

Gerhardimg_20191031_075109 is still bishop of the German Anglican church (REC) with 9 Pastors, 2 Lay-Readers. He is also directing our SBS www.benediktseminar.org with several students and guest professors. He preaches most Sundays in Christ Church and holds the weekly Bible studies. In addition, is still the manager of the Global Outreach German, directing our www.knuellcamp.de

 

 

 

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Grace is still full time involved in the main kitchen, accountant of 3 organizations (Euro Ruf, Jause and the Anglican Church in Germany), various administrative areas and runs the hiking restaurant www.knuell-jause.de

 

 

 

Melody is continuing to work in the Lutheran church office. Björn is working for the city hall. Their son Jonas (13) likes soccer, their twin girls (11) Priscilla loves to read books, and Salome enjoys to be creative with drawings.

Joy and Olaf’s bakery is in Schwarzenborn. Joy manages the office. They have 8 stores where they sell their bread, cakes and more. Most of them have a cafe integrated as well. About 100 people are working for them. Carl Philipp (14) has found a new hobby, to read books. Paul (13) and Conrad (10) are very much into electronic games.

Esther lives near Bonn and is head of an after school program of four groups, enjoying it very much. Dirk is proof-reading books mostly for Christian publishing houses. Their son Jan-Magnus (20 months) is very cute, alert, and very active. (here with Grandpa).

Jessica (left) is still working in a health insurance office in Frankfurt. Daniel is involved in IT and plans to start a business of his own.

 

On Tour to Wittenberg

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From January 6-8 we will spend 3 days with our grand-children in Wittenberg and discover Luther’s city. We will stay in a Youth Hostel next to the 95 Thesis Church, learn to print in Cranach’s old printing shop (last picture), and have fun, good food and jump in an indoor swimming pool.

 

 

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Have a blessed and happy New Year 2020

Gerhard and Grace Meyer.  (grace.meyer@gmx.de

 

Die Reformierte Episkopalkirche ist anglikanisch und versteht sich als „Kirche der Mitte“ oder einfach als „Die Evangelisch-Katholische Kirche“. Eine Journalistin bezeichnete kürzlich unsere Kirche als „die Kirche, die den goldenen Mittelweg zwischen den beiden großen Konfessionen geht“.

Sie besitzt als Hauptbekenntnis das historische anglikanische Gebetbuch das „Book of Common Prayer“ als „Das Allgemeine Gebetbuch“ seit 2014 in Deutsch. Es basiert auf der Version von 1662, die auch von dem deutschen Reformator Martin Bucer beeinflusst war. Als weiteres Bekenntnis sind die „Neunundreißig Artikel“ nachgeordnet. Siehe weitere Information unter:

http://www.rekd.de

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Lesungen und Predigt in der Christuskapelle

Lied an der Orgel, bitte anklicken: Wir warten Dein o Gottessohn und lieben Dein Erscheinen.

Thema: Der kommende Erlöser / Liturgische Farbe: violett

Wochenspruch: „Wenn (all) das beginnt, dann richtet euch auf, und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe.“ (Lk 21,28)

Tagesgebet:

Gepriesener Herr. Du hast die gesamte Heilige Schrift uns zur Belehrung schreiben lassen. Schenke, dass wir sie so hören, überdenken und in unseren Herzen bewegen, dass wir durch die Geduld und den Trost Deines Wortes die selige Hoffnung des ewigen Lebens ergreifen und auch immer festhalten, die Du uns in Jesus Christus, unserem Erlöser, verliehen hast.  Amen.

2. Advent – Lukas 21:25-33 -(klicken zum Text)

Ein Bischof wohnte in einem Hotel. Einem nervösen jungen Hotelpage wurde gesagt, er solle ihn mit den Worten wecken: „Mein Herr, es ist der Junge. Es ist Zeit zum Aufstehen!- Als er die Treppe hinaufstieg, wiederholte der Junge wie versteinert diese Worte. Er klopfte an und ging mit den Worten ins Zimmer: „Mein Junge, es ist der Herr, deine Zeit ist abgelaufen!“

Heute ist der zweite Adventssonntag. Advent bedeutet „Ankunft“, und der Predigttext erinnert uns daran, dass wir für das zweite Kommen Jesu bereit sein sollen.

Eines Tages wird sich jeder Jesus stellen müssen. Wir wissen das, weil Jesus es gesagt hat. 32: Wahrlich, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis alles erfüllt ist. 33: Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen. Wenn Jesus sagte, dass diese Generation nicht sterben wird, bis alles erfüllt ist, kann dies zwei Bedeutungen haben, die beide wahr sein können. Eine für die nahe Zukunft, die andere Bedeutung steht noch aus.

Die unmittelbare Bedeutung ist, dass diese Worte Jesu schon zu Lebzeiten für einige seiner Zuhörer ihre Erfüllung finden würden. Jesus hatte in den Versen 20-24 über die Zerstörung Jerusalems nach voriger Belagerung gesprochen. 70 n. Chr., etwa vierzig Jahre später, belagerte die römische Armee unter Titus Jerusalem wegen eines Aufstands einiger Juden. Sie zerstörten die Stadt, hinterließen den Tempel in Trümmern, töteten alle darin. Doch Christen starben nicht in diesem Blutbad, weil sie von der Warnung Jesu wussten, und die Stadt verließen, bevor die Römer in die Stadt Jerusalem einbrachen. Sie wussten von der Lehre Jesu, handelten danach und entkamen der Zerstörung.

Die zukünftige Bedeutung der Worte Jesu ist, dass sich „diese Generation“ auf die jüdische Nation bezieht, und diese wird nicht vergehen, bis sie Zeit hatten, sich auf sein zweites Kommen einzustellen. Auch sie haben die Möglichkeit, die Worte Jesu zu kennen, sie zu ergreifen und der ewigen Zerstörung zu entkommen.

Wenn Jesus wieder auf die Erde zurückkommt, wird dies alle zutreffen. Wenn Jesus wiederkommt, wird er die Lebenden und die Toten richten, wie wir dies im Glaubensbekenntnis bekennen. Niemand wird dann aber entkommen können. Für diejenigen, die Jesus nicht als ihren Retter und Herrn angenommen haben, wird dies für immer zur Trennung von Gott führen.

Aber für die Gläubigen, sagt Jesus, nähert sich Ihre Erlösung.

Das Wort Erlösung beinhaltet die Zahlung einer Gegenwertes, um jemanden freizulassen. Jesus hat dies bereits am Kreuz für uns geleistet, und seitdem viele aus der Sklaverei der Sünde befreit. Dieser Hinweis auf die Erlösung bezieht sich auf die letzten Heilstat Jesu. Er sammelt die Heiligen, um für immer bei Gott im Himmel zu sein. Dann wird es keine Sünde, keine Krankheit, keine Krankenhäuser, kein Corona, Leiden, Tod oder Trauer mehr geben, sondern ein vollkommenes Leben, das in der Gegenwart Gottes und unserer christlichen Mitgeschwistern und Heiligen gelebt wird. Während doch heute viele vor der Pandemie in Schrecken fallen (Vers 26), sollen die Gläubigen ohne Angst zuversichtlich auf ein neues Leben mit Gott in Herrlichkeit hoffen.

Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.

Als Gottes Volk sind wir aufgerufen, uns auf die Worte Jesu zu verlassen. Das betont am zweiten Sonntag der Adventszeit unser Wochengebet. Gottes Worte enthalten Autorität und Ewigkeit. Sie sind heute genauso wahr wie damals, als sie vor 6000 oder 2000 Jahren durch die Propheten und auch von Jesus ausgesprochen wurden. Doch der wunderbare, anfassbare jüdische Tempel, den die Jünger bewunderten, ist heute verschwunden. Auch alle anfassbaren Dinge um uns herum, ein Kirchengebäude, der Gottesdienstraum, die Orgel, , unsere Wohnhäuser, Autos, alle Besitztümer werden nicht bis in die Ewigkeit bestehen. Doch die Worte Jesu und der Propheten werden ewig Bestand haben. Und alle von uns, die sich auf deren Versprechen verlassen, werden für immer bei ihm wohnen. Wir wissen, dass wir allen Verheißungen Jesu vertrauen können, weil sie wie auch diese alle wahr geworden sind.

Warum sollen wir bereit sein?

Damit wir wach und aufmerksam bleiben. Wir lesen dies in den Vers: 28 Erhebet eure Häupter. Anstatt niedergeschlagen und ängstlich zu sein, sollten wir uns aufmerksam umsehen, besonders auf die weltweiten Zeichen der Zeit, und uns auf die Errichtung des Reiches Gottes in seiner ganzen Fülle freuen. Wie sollen wir dann unsere Zeit verbringen? Nicht mit Feiern und Fressen, auf undisziplinierte ausgelassene Treffen einlassen, sondern mit V 36: Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt!

Wie sollen wir bereit sein? und…Was sollen wir suchen? Aufmerksam und mit beten.

Woher weißt du, wann der Sommer nahe ist? Manchmal ist es schwer bei jetziger Klimaveränderung dies genau zu sagen, besonders nach extrem trockenen und warmen Jahren! Aber zu Jesu Zeiten konnten die Menschen anhand der Zeichen der Natur erkennen, ob sich der Sommer näherte. Wenn die Blätter sprossen, wird es wärmer. Dann beobachten wir, dass der Sommer bald kommen wird. Jesus sagte seinen Nachfolgern, sie sollten in Vers 36 immer aufmerken. Worauf sie achten sollen, finden Sie in den Versen 25-27, 25: Und es werden Zeichen an der Sonne, am Mond und an den Sternen zu sehen sein. Und auf der Erde wird es Bedrängnis durch die Völker und viel Ratlosigkeit geben; das Brüllen des Meeres und der Wellen spricht von den Menschen, die um die Weltmeere wohnen. 26: Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. 27: Dann wird man den Menschensohn in einer Wolke kommen sehen, mit großer Kraft und Herrlichkeit.

Wir sollten uns besonders der jetzigen weltweiten Zeichen bewusst werden. Aber, wir sollten auch darauf achten, dass wir die Behauptungen, dass Jesus bald zurückkehren wird, nicht ohne weiteres von alten oder neuen Propheten einfach akzeptieren. Die Zeugen Jehovas, Adventisten, gewisse Brüderbewegungen, besonders Freikirchen, dispensationalistische Israelfreunde, Herold Camping (Family Radio), u.v.a. haben bisher falsche Vorhersagen über das zweite Kommen Jesu gemacht. Einige Christen sagen, dass das, was gerade heute in der Welt in der Weltpolitik, der Aufrüstung, die Eroberung des Mondes und des Mars, die weltweite Pandemie, diese Worte Jesu erfüllt und er bald zurückkehren wird. –

Wir können aber auch nicht sagen, dass Jesus nicht bald zurückkehren wird.

Sehen wir aber doch Zeichen dieser weltweit verbreiteten beängstigenden Ereignisse, von denen Jesus hier gesprochen hat? Wir müssen uns bewusst sein, dass wir in einer Welt leben, die den biblischen Gott abgelehnt hat, und dass es aufgrund der Feindseligkeit der Menschen Kriege überall gibt oder bevorstehen. Es gibt auch deshalb Naturkatastrophen, weil wir in einer Welt leben, die mit ihrem Schöpfer wegen ihre Sünde und Missachtung seiner Schöpfung im Kampf liegt. Außerdem leben wir in einer Internetkultur, in der wir Ereignisse auf der ganzen Welt live verfolgen können, und die großen Konzerne über unser Lebens- und Kaufverhalten schon genaue Kenntnis bekommen haben. Vor hundert Jahren wussten oftmals die Menschen nicht was im 10 km entfernten Dorf oder in den nahen Städten los war.

Markus 13:32 Wir sollten uns der Zeichen bewusst sein. Wir sollten aber auch darauf achten, dass wir die Behauptungen, dass Jesus bald zurückkehren wird, nicht ohne weiteres akzeptieren. Die Zeugen Jehovas und andere neue Propheten haben falsche Vorhersagen über das zweite Kommen Jesus gemacht haben. Einige Christen sagen, dass das, was heute in der Welt geschieht, diese Worte Jesu erfüllt und er bald zurückkehren wird.

Ich sage nicht, dass Jesus nicht bald zurückkehren wird. Aber sehen wir nicht alle die weit verbreiteten katastrophalen Ereignisse, von denen Jesus so deutlich gesprochen hat?

Markus 13:32 „Niemand weiß von diesem Tag oder dieser Stunde, nicht einmal die Engel im Himmel, noch der Sohn, sondern nur der Vater.

Deshalb sei auf der Hut! Sei wachsam! Du weißt nicht, wann diese Zeit kommen wird.“

Weil wir nicht wissen, wann Jesus zurückkehren wird, deshalb sollten wir jetzt wachsam sein und beten. Und gleichzeitig sollen wir uns auf diesen besonderen Tag freuen, denn unsere Erlösung und Ankunft des Herrn rückt Tag für Tag und Woche um Woche näher. Amen

Letzter Sonntag im Kirchenjahr

Schriftlesungen:

Jeremia 23,5-8; Psalm 39,5-14; Matthäus 25,1-13

Erweckungssonntag oder Gottesdienst zum letzten Sonntag im Kirchenjahr.

Mit dem nächsten Sonntag beginnt das neue Kirchenjahr. Mit welchen Erwartungen gehen wir in die Adventszeit hinein? Wird noch vor Weihnachten mit der Impfung gegen die Coronapandemie begonnen werden? Werden wir Weihnachten alle als Singles erleben müssen, ohne Treffen mit Freunden und Verwandten? Es gibt viele Unsicherheiten. –

Heute feiern katholischen Gläubige den letzten Sonntag im Jahr als Christkönigssonntag, die evangelischen Christen meist als Ewigkeitssonntag. Beide Bezeichnungen haben einen Bezug zueinander jedoch mit etwas anderer Betonung.

Als Anglikaner, (quasi in der Mitte  – als Brückenkirche) benutzen wir oft die gleichen alten evangelischen Lesungen, nennen diesen Sonntag aber: „Erweckungs-Sonntag! Oder Wach-auf-Sonntag! Genauer: „Entzünde –unsern Willen-Sonntag“ .

Dies hat mit unserer besondere Kollekte – oder Tagesgebet für diesen letzten Sonntag im Kirchenjahr zu tun:

Wir bitten dich, o Herr, erwecke den Willen Deines gläubigen Volkes, dass es – reichlich Früchte guter Werke bringend – von Dir reichlich dafür belohnt werde. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Dieses Gebet stammt ursprünglich aus dem Sakramentar von Papst Gregor, einer Sammlung von Gebeten für gottesdienstliche Feiern aus dem 6.-7. Jahrhundert.

Dies ist ein Gebet, das hier eine Verbindung zu den kommenden vier Adventssonntagen und deren besonderen Gebeten herstellt. Der im Englischen bekannte Name heißt auch „Stirr up Sonntag“, erinnert uns an die Tradition, den englischen Weihnachtspudding jetzt zu beginnen und ihn in den nächsten Tagen durch die Familienangehörige vorbereiten lassen, indem sie sich in den kommenden Tagen im Rühren des Puddings dabei abwechseln.

Sollte nicht unser Leben solch ein Pudding sein, in dem besonders Gott (und auch andere verantwortliche Gläubige) abwechselnd unser Leben umrühren sollten, damit der rechte Lebenspudding entsteht? Werden wir nicht in der Coronazeit mächtig umgerührt? Lassen wir und dadurch und durch unseren Gemeindehirten bewegen, dass ein guter Lebenskuchen bei uns entsteht?

Unser Wochengebet besteht aus drei Punkten:

Gott soll:

  1. Den Willen des gläubigen Volkes erwecken – oder entzünden.
  2. Als Ergebnis soll reichlich Frucht entstehen.
  3. Wir sollen reichlich belohnt werden.
  1. Den Willen des gläubigen Volkes erwecken.

Nun sagen wir: „Des „Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Gewöhnlich alles, was der Mensch vornimmt, das erreicht er auch. Aber, was er nicht will – keinen Bock drauf hat – das bleibt liegen. So war es auch mit dem alten Gottesvolk. Die meisten blieben ungläubig und erreichten nicht das Gelobte Land, damals und auch später waren sie immer rebellisch und taten ihren eigenen Willen, obwohl sie Gott anrührte, erwecken wollte. So heißt es auch, wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Und weiter: Aber, sie haben nicht gewollt. Auch hören wir von den 10 NT Aussätzigen, dass nur ein Samariter erweckt wurde , zurückkam und Jesus dankte, dass nur Zachäus sich vom stolzen Baum herabrufen ließ, dass allein Paulus vom hohen Ross fiel und seinen Willen Gottes Willen unterordnete.

Die heutige Evangeliumslesung Mt 25,1-13 spricht von den fünf gläubigen und willigen Jungfrauen. Ihr Wille war bereit, dieser hatte auch vorgeplant, und sie ließen sich aufwecken. Dieser Erweckungs-Sonntag“ ist ein Weckruf an deinen Willen. Wozu? Zu einer echten Erweckung. Auch von Christus hören wir es vorbildhaft, was beständige Erweckung ist: Vater, deinen Willen tue ich gern, dein Wort habe ich in meinem Herzen. – Weiter: Gott schafft das Wollen und Vollbringen. Er kann dich gerade in dieser Jahres- oder Lebenszeit erwecken, anzünden und dein Leben endlich total umrühren. Er sagt: Gib mir mein Sohn, meine Tochter dein Herz. Das ist der Sitz deines Willens. Gott will deinen Willen erwecken. Du kannst zwar sagen: Ok. Wie beim Wecker. Ich habe ihn gehört! Aber, ich drehe mich nochmals um im Lebensbett, oder drücke noch mal die Austaste, drücke einfach ab. Damit bleibst du unerweckt. Doch Gott will uns erwecken und entzünden, nicht kurzfristig unsere Emotionen, sondern zuerst unseren bleibenden Willen. Bist du bereit geistlich aufzustehen? Wozu auch?

2. Als Ergebnis soll reichlich Frucht entstehen.

Das Christenleben ist kein bloßes Gedankenspiel, sondern etwas Handfestes. Die Frucht entsteht bei den Gläubigen nicht so sehr in ihren Gedanken oder in ihren Gefühlen, Eindrücken, noch in ihrer Begeisterung und in Worten, sondern als Frucht werden ihre guten Werke bezeichnet. Es soll etwas Sichtbares und Anfassbares entstehen, Zuhause, bei Verwandtschaft, in der Schule und am Arbeitsplatz. Bei uns selbst, für die Christus sein bestes Werk am Kreuz vollbracht hat,  –  Schmerzlich und anfassbar – hier sollen aus Glauben und Dankbarkeit Frucht entstehen. Einmal ist das die Frucht des Geistes, der gute Charakter Christi in uns (Gal 5,22), und dann die guten Werke sind das Ergebnis. Das sind Liebestaten, weil Er uns zuerst geliebt hat. Darauf schaut doch unser Herr!

Die bösen Werke aus dem Fleisch, die sind auch erfassbar: Wie Streit, Unzucht, Feindschaft, Götzendienst, Unsittlichkeit, Trink- und Fressgelage. Dies ist das Gegenteil von guten Früchten. Wollen wir uns jedoch entzünden lassen zu den göttlichen Liebeswerken, gerade in einer Zeit, wo es dunkler wird, wo unsere Weltregierungen Tausende Milliarden Schulden wegen Corona anhäufen, wo Krisen, Stürme, Hoffnungslosigkeit und Unsicherheit sich breit machen. Da lasst uns einander und anderen Hilfsbedürftigen helfen, je nach unserem Vermögen. Also praktisch: Alte, Kranke, Gefangene und Asylsuchende besuchen, helfen, die eigene Ortsgemeinde regelmäßig und in ihrer Evangelisation unterstützen, besonders aber die Liebeswerke Zuhause und bei unseren Nächsten entfalten helfen, ohne aufs Geld oder die eigene Zeit zu sehen.

Zu welcher neuen Einstellung, Hilfe und welchem Einsatz, welchem Gutes tun, lässt du deinen Willen entzünden? Dann aber folgt:

3. Wir sollen reichlich belohnt werden.

Ist es denn unchristlich auf Lohn oder Ehrung zu hoffen? Nein. Es ist gerade notwendig, dass wir wissen, unser Handeln aus Liebe ist nicht sinnlos, sondern es hat einen Ewigkeitswert. Es ist gerade biblisch und von Gott gewollt, dass wir auch auf die Belohnung von Gott schauen.

Abraham wartete auf die Stadt mit ewigen Grundmauern im Himmel, Sarah auf die Verheißung ihres Sohnes, Nachkommen, wie Sterne am Himmel zu besitzen.

Mose hielt die Schmach des Messias für einen größeren Reichtum als die Schätze Ägyptens; denn er dachte an den zukünftigen Lohn.

Denken wir an alle die Gleichnisse Jesu, die von Belohnung sprechen, auch an die Worte des Paulus, dass unser Lohn im Himmel ist, dass wir Kronen empfangen werden, und wie Daniel bemerkte, dass einige Lehrer glänzen werden wie des Himmels Glanz.

Wollen wir auf die Verheißung Gottes schauen, dass wir reich belohnt werden sollen. Dass dies uns dann auch motiviert, reich zu werden an Liebeswerken, das ist doch klar.

Doch vorrangig gilt für uns, dass Gott unseren guten Willen entzündet, besonders am letzten Sonntag im Kirchenjahr, damit wir im kommenden christlichen Jahr, dem Kirchenjahr, viele sichtbare Früchte bringen, weil unser Wille durch den Heiligen Geist echt erweckt wurde. Das ist echte Erweckung.

Wollen wir den“ Erweckungs-Sonntag, den

„Entzünde- unseren Willen-Sonntag“ fest im Herzen behalten. Amen.

Erntedankgottesdienst 10.30 Uhr Haus Rhönblick

Dank für Wachstum und Ernte

16.  Sonntag nach Trinitatis-Morgenlob

Eingangsvotum

„Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.“ (Ps 106,1)

1. Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land, doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand: Der tut mit leisem Wehen sich mild und heimlich auf und träuft, wenn heim wir gehen, Wuchs und Gedeihen drauf.

Chorus: Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn; drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm dankt und hofft auf ihn!

2. Er sendet Tau und Regen und Sonn- und Mondenschein, er wickelt seinen Segen gar zart und künstlich ein und bringt ihn dann behände in unser Feld und Brot: Es geht durch unsre Hände, kommt aber her von Gott.

3. Was nah ist und was ferne, von Gott kommt alles her, der Strohhalm und die Sterne, das Sandkorn und das Meer. Von ihm sind Büsch und Blätter und Korn und Obst von ihm, das schöne Frühlingswetter und Schnee und Ungestüm.

4.  lässt die Sonn aufgehen, er stellt des Mondes Lauf; er lässt die Winde wehen und tut die Wolken auf. Er schenkt uns so viel Freude, er macht uns frisch und rot; er gibt den Kühen Weide und unsern Kindern Brot.

Allgemeines Schuldbekenntnis

Barmherziger Vater! Wir bekennen, dass wir gegen Dich gesündigt haben in Gedanken, Worten und Werken, durch das, was wir getan und unterlassen haben. Wir haben Dich nicht von ganzem Herzen geliebt; wir haben unsre Nächsten nicht wie uns selbst geliebt. In Reue und Demut bekennen wir unsre Schuld. Um Deines Sohnes Jesu Christi willen, sei uns gnädig und vergib uns unsre Verfehlungen, dass wir Deinen Willen freudig erfüllen und auf Deinen Wegen wandeln. Zur Ehre Deines Namens.              G  Amen.

Der allmächtige Gott hat in seiner großen Barmherzigkeit Vergebung der Sünden allen verheißen, die sich in aufrichtiger Buße und wahrhaftigem Glauben zu ihm wenden. Der Herr erbarme sich über euch: Er vergebe euch und befreie euch von all’ euren Sünden; er bewahre und stärke euch in allem Guten und führe euch zum ewigen Leben. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.

G  Amen.

Wechselspruch

Z             Der Herr sei mit euch!

G            Und mit deinem Geist!

Z             Lasst uns beten!

Vaterunser- singen

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Wechselspruch

Z             Herr, tue unsere Lippen auf,

G            dass unser Mund Deinen Ruhm verkündige.

Lobpreis- Psalm 147

Halleluja! Lobet den Herrn! / Denn unsern Gott loben, das ist ein köstlich Ding,

ihn loben ist lieblich und schön.

Der Herr baut Jerusalem auf

und bringt zusammen die Verstreuten Israels.

Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind,

und verbindet ihre Wunden.

Singt dem Herrn ein Danklied

und lobt unseren Gott mit Harfen,

Der den Himmel mit Wolken bedeckt / und Regen gibt auf Erden;

der Gras auf den Bergen wachsen lässt,

der dem Vieh sein Futter gibt,

den jungen Raben, die zu ihm rufen.

Preise, Jerusalem, den Herrn;

lobe, Zion, deinen Gott!

Denn er macht fest die Riegel deiner Tore

und segnet deine Kinder in deiner Mitte.

Er schafft deinen Grenzen Frieden

und sättigt dich mit dem besten Weizen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.  Amen.

Lesung und Bekenntnis

  1. Lesung  Deut 26,1-15 (Lesung im Internet anklicken)

L             Wort des lebendigen Gottes.

G            Dank sei Gott.

1. Die Ernt ist nun zu Ende, der Segen eingebracht, woraus Gott alle Stände satt, reich und fröhlich macht. Der treue Gott lebt noch, man kann es deutlich merken an so viel Liebeswerken, drum preisen wir ihn hoch.

2. Wir rühmen seine Güte, die uns das Feld bestellt und oft ohn unsre Bitte getan, was uns gefällt; die immer noch geschont, ob wir gleich gottlos leben, die Fried und Ruh gegeben, dass jeder sicher wohnt.

2. LesungMt 26,25-34 (Lesung im Internet anklicken)

L     Das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus nach Mt. Im 26.Kap

G    Ehre sei Dir o Herr.

L     Das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus

G    Lob sei Dir O Christus.

Apostolikum sprechen (Glaubensbekenntnis)

Bekanntmachungen

Lied – Fortsetzung

4. O allerliebster Vater, du hast viel Dank verdient; du mildester Berater machst, dass uns Segen grünt. Wohlan, dich loben wir für abgewandten Schaden, für viel und große Gnaden; Herr Gott, wir danken dir.

5. Zum Danken kommt das Bitten: Du wollest, treuer Gott, vor Krankheit uns behüten und aller andern Not. Regier die Obrigkeit, erhalte deine Gaben, dass wir uns damit laben, gib friedevolle Zeit.

Predigt

Mit leeren oder vollen Händen vor Gott stehen Deu / 5 Mose 26,1-14

Einleitung:

Große Versprechen von Politikern und Staatsmännern vor & nach einer Wahl.

Das Versprechen der AT Gläubigen:

Sie sind aus Ägypten, dem Sündenland, ausgezogen, und ins heile Land eingezogen: Jetzt in Kanaan! Überfluss, gutes Land! Sie bringen ihr Versprechen des jährlichen 10ten; freiwillige Opfer und den Dreijahreszehnten an Witwen und Waisen!

Eine Behauptung 1

Was wäre ein Kommen zum Harvestfest / Pfingsten – oder später Laubhüttenfest ohne Erntedankopfer, ohne Korb, ohne den Zehnten, einfach mit leeren Taschen? „Ich habe das Portemonnaie vergessen, bzw. bin nur mit Cent oder Knöpfen eingetroffen!“. Ist das die richtige Vorbereitung zum Erntedankfest? Nein! Auch die Klingelbeutel, kling Glöckchen klingelingeling, liebte Gott schon damals nicht, von denen, die den ganzen Monat an sich nur an sich denken und dann noch knausrig den Rest roter Füchse in den Tempelstock warfen. Denn ein Gottesdienst ohne Opfer im Zentrum ist vor Gott ungültig. Gottesdienst muss immer einen Opfercharakter haben. Er darf schon etwas weh tun. Nur die Idee im Kopf haben, aber kein Opfer in der Hand zum Gottesdienst, ist kein Gottesdienst. Hingabe als Zentrum, Hingabe als Resultat – die Tat ist gefragt.

Behauptung 2

OK. Dann komme ich halt zum Gottesdienst und habe ein raschelndes Opfer (einen Scheck oder Scheine) mitgebracht. Frage? Hat dies Gott nicht besonders lieb? Ja, das stimmt schon! Es heißt in der Schrift: „Bringt den ganzen Zehnten in Kornhaus, damals den Priestern im Tempel und damit Gott. Mal 3,9 Darum seid ihr auch verflucht; denn ihr betrügt mich allesamt. 10 Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf dass in meinem Hause Speise sei, und prüft mich hiermit, spricht der HERR Zebaoth, ob ich euch dann nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle

Aber, was ist, wenn ein handfestes Opfer, ein voller Erstlingskorb gebracht wird, wenn aber dabei die rechte Einstellung, das rechte Motiv, das rechte Bekenntnis zum Opfer bringen fehlt? Ohne echtes Bekenntnis zum handfesten Opfer, ohne den Mund zum Bekenntnis zu öffnen, ohne Herz, ist mein Opfer wertlos und der Gottesdienst sinnlos wie etwa: „Ich nehme dich als meine rechtmäßige Frau, meinen rechtmäßigen Mann hier im Wald oder auf der Wiese,  ohne Standesamt oder Pfarrer und Zeugen. Ohne ausgesprochenes Bekenntnis vor Zeugen, geht nichts.

Also gehört neben dem rechten Opfer zum Gottesdienst auch das rechte Bekenntnis.

Das geforderte Bekenntnis zum Dankopfer ist aber das meiner Bekehrung: Jeder Israelit bekannte persönlich, das er geknechteter Sklave in Ägypten war und 7 Tage ununterbrochen für andere Götter, anderen König im fremden Land arbeitete, ohne je Aussicht auf Freiheit zu erhoffen: hoffnungslos, rechtlos, ziellos, heimaltlos als Aramäer, in Ägypter oder Babylonien.

Doch ohne ihr Zutun, ihre Leistung oder ihr Gutsein griff nun Gott ein. Durch Schrecken und Wunderzeichen entriss er das Volk dem Machtbereich des Bösen und der Sklaverei Ägyptens und brachte sie in das versprochene Land Kanaan, in dem Milch und Honig fließt. Und nun, nach 40 Jahren feierten sie nicht nur den neuen Nationaltag der Freiheit, nicht den „3. Oktober“, sondern das Harvestfest, das Dankfest des Landes und der Früchte, das wahre himmlische Oktoberfest Gottes.

Sie legten hier ihr persönliches Bekenntnis ab: Ich war Slave und heimatlos, nun bin ich Befreiter und mit Recht auf Boden und Heimat. Und diese Heimat, dieser Boden hat mir Früchte über Früchte, Ertrag über Ertrag gebracht.

Ist dies auch Dein Bekenntnis?

Ich bekenne, dass ich von Gott getrennt und ohne Gemeinschaft um seinen Tisch lebte, sondern saß am Tisch der Spötter, Lacher und Egoisten. Ich lebte in der Sklaverei von Satan, Sünde und Selbstlust, liebte allein nur mich, dachte allein an mich.

Doch dann, wie durch ein Wunder, wurde ich von den 3 S meines Lebens überführt und erkannte Jesus, meinen Heiland, meinen Retter, der mich aus der Selbstzerstörung, aus dem Strudel des Egoismus herausriss! Er hat sich für mich geopfert, hingegeben. Ihn hat es alles gekostet. Er, der von keiner einzigen Sünde, keinem einzigen Fehler in seinem Leben wusste, weder Gott und den Menschen gegenüber, ER wurde für mich zur Sünde und zum Sünder gemacht, durch meine Schuld, meine Schuld, meine große Schuld. Das ist das zentrale Opfer. Ich bin Ihm so dankbar, ich möchte das Prinzip des Opferns auch in meinem Leben entstehen lassen, mir zu Eigen machen. Auch ich bringe nun meinen Korb, gefüllt mit dem Ersten und Besten jeden Monats, immer dann, wenn ich einen Ertrag bekomme auch Dankbarkeit. Und das tue ich gern.

Dies ist mein aufrichtiges Bekenntnis, wenn ich zum Gottesdienst gehe, wenn ich im Gottesdienst stehe. Ich komme und stehe nicht mit leeren Händen vor meinem Gott, ich komme vorbereitet und habe mir überlegt, was ich für ein Opfer bringen will. Und zweitens, bringe ich dieses Opfer, weil ich ein persönliches Bekenntnis zu meiner Bekehrung habe. Ich war verblendeter Sklave im Reich Satan, gebunden und hoffnungslos, dann aber erkannte ich Jesus meinen Retter am Kreuz zu meiner Erlösung, und zur Erneuerung meines Lebens. Nun singe ich dankbar: Ich bin erlöst.

Nun komme ich, um Gott meine Opfer zu bringen, mich selbst und meine empfangenen Erträge des Lebens. Eigentlich gehört Gott alles. Aber er möchte nur den 10ten als Anteil meiner Erträge, die ihm gehören. Dieser wird den Priestern zum Dienst und durch sie den Witwen und Waisen, den Bedürftigen gegeben.

Das war zur Zeit Israels schon so, dies war zur Zeit der Apostel gültig. Die Apostel brachten diese wiederum den Diakonen zur Verteilung an die wirklich Bedürftigen.

Auch wir sind eingeladen, aus Dankbarkeit und Liebe zu unserem Herrn mehr Zeit, Geld und Kraft in das Haus Gottes, seine Gemeinde, zu bringen und dieses Opfer mit unserem persönlichen Bekenntnis zu unterstreichen.

„Denn einen fröhlichen Geber, jemand mit einem echten Bekenntnis – vom Versklavten zum Befreiten – diesen hat Gott besonders lieb. AMEN.

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1. Brich mit den Hungrigen dein Brot, sprich mit den Sprachlosen ein Wort, sing mit den Traurigen ein Lied, teil mit den Einsamen dein Haus.

2. Such mit den Fertigen ein Ziel, brich mit den Hungrigen dein Brot, sprich mit den Sprachlosen ein Wort, sing mit den Traurigen ein Lied.

3, Teil mit den Einsamen dein Haus, such mit den Fertigen ein Ziel, brich mit den Hungrigen dein Brot, sprich mit den Sprachlosen ein Wort.

4, Sing mit den Traurigen ein Lied, teil mit den Einsamen dein Haus, such mit den Fertigen ein Ziel, brich mit den Hungrigen dein Brot.

Gebete – Wechselspruch

Z             Der Herr sei mit euch!

G            Und mit deinem Geist!

Z             Lasst uns beten!

Fürbitten

Z   Herr, rette Dein Volk und segne Dein Erbteil.

G   Regiere und erhöhe es in Ewigkeit.

Z    Dich preisen wir jeden Tag;

G   und beten Deinen Namen an jetzt und immerdar.

Z    Bewahre uns heute, Herr, vor aller Sünde.

G   Erbarme Dich über uns, Herr, erbarme Dich.

Z    Herr, lass Deine Barmherzigkeit über uns herrschen,

G   Denn auf Dich, Herr, vertrauen wir.

 Z Auf Dich allein setzen wir unsere Hoffnung.

G   Bei Dir werden wir niemals enttäuscht. Amen.

Tagesgebet

Gebet um äußeren Frieden

Gott,Du bist der Friedensstifter und liebst die Eintracht. Dir zu dienen heißt mit Dir zu herrschen. Dich zu kennen ist das Leben. Verteidige uns, Deine Diener, in den Angriffen unserer Feinde, damit wir – im festen Vertrauen auf Deinen Schutz – uns vor ihrer Gewalt nicht fürchten brauchen. Durch die Macht Jesu Christi, unseres Herrn.

G  Amen.

Gebet um recht zu leben

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.   G Amen

Persönliche Gebete

 Gebet des heiligen Chrysostomus

Allmächtiger Gott! Du hast uns jetzt Gnade verliehen, Dir unsere gemeinsamen Gebete einmütig darzubringen und uns verheißen, wenn zwei oder drei in Deinem Namen versammelt sind, sie zu erhören. Erfülle nun, o Herr, die Wünsche und Bitten Deiner Diener, wie es uns am heilsamsten ist; und schenke uns in dieser Welt die Erkenntnis Deiner Wahrheit und in der zukünftigen das ewige Leben.

G  Amen.

Z  Lasst uns den Herrn preisen.

G  Dank sei Gott, dem Herrn.

Segensgebet – Alle:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen!

G  Amen.                            

Chorus: Gut, dass wir einander haben, gut, dass wir einander sehn, Sorgen, Freuden, Kräfte teilen und auf einem Wege gehn. Gut, dass wir nicht uns nur haben, dass der Kreis sich niemals schließt und dass Gott, von dem wir reden, hier in unsrer Mitte ist.

1. Keiner, der nur immer redet; keiner, der nur immer hört. Jedes Schweigen, jedes Hören, jedes Wort hat seinen Wert. Keiner widerspricht nur immer; keiner passt sich immer an. Und wir lernen, wie man streiten und sich dennoch lieben kann.

2. Keiner, der nur immer jubelt; keiner, der nur immer weint. Oft schon hat uns Gott in unsrer Freude, unsrem Schmerz vereint. Keiner trägt nur immer andre; keiner ist nur immer Last. Jedem wurde schon geholfen; jeder hat schon angefasst.

3. Keiner ist nur immer schwach, und keiner hat für alles Kraft. Jeder kann mit Gottes Gaben das tun, was kein andrer schafft. Keiner, der noch alles braucht, und keiner, der schon alles hat. Jeder lebt von allen andern; jeder macht die andern satt.

Am Ausgang Sammlung für

Missionar PubudoSri Lanka

Kreuzwegbild

Erinnerung an: 

Die WEIHE DES KREUZWEGES

 am Knüllköpfchen  am 14.04.2006

Zweck des Kreuzweges

Kreuzwege werden errichtet, damit die Gläubigen den Leidensweg des Herrn betrachten und so besser mit IHM teilnehmen. Die Einweihung findet heute am Gedenktag des Todes Jesu statt.

Uns soll damit bewusst werden, dass unsere Nachfolge Christi das Kreuz einschließt gemäß dem Wort des Herrn:„Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“(Mt 16,24).

Die Stationen im Internet: Kreuzweg am Knüllköpfchen

Die Bilder stammen von Bronzeskulpturen einer anglikanischen Kirche in Orlando, Florida, USA.  Texte: aus Gotteslob, Ev. Gesangbuch, Bibel


 


Begrüßung & Beginn der Kreuzwegandacht

V Herr Jesus Christus, wir sind gekommen, um betend deinen Kreuzweg nachzugehen, den du vom Haus des Pilatus bis hinauf nach Golgatha gegangen bist. Dankbar betrachten wir das große Erbarmen, mit dem du unsern Ungehorsam gesühnt und unsere Sünden getilgt hast. In dieses Erbarmen empfehlen wir unsere Lieben und alle Menschen und auch uns selber mit unseren Sünden und unserm Leid.

Heiliger Gott! Heiliger, starker Gott! Heiliger, unsterblicher Gott!

A Erbarme dich unser.

EG Lied 86,1+2

  1. Jesu, meines Lebens Leben, Jesu, meines Todes Tod, der du dich für mich gegeben in die tiefste Seelennot, in das äußerste Verderben, nur dass ich nicht möchte sterben: tausend-, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür.
  1. Du, ach du hast ausgestanden Lästerreden, Spott und Hohn, Speichel, Schläge, Strick und Banden, du gerechter Gottessohn, nur mich Armen zu erretten von des Teufels Sündenketten. Tausend-, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür.

Vor Pilatus

  1. STATION: Jesus wird zum Tode verurteilt

Kreuzweg - Jesus verurteilt

V Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich.

 A Denn durch deinen Kreuzestod hast du die Welt erlöst.

L Der Richter der Welt steht vor dem Gericht der Men­schen. Hasserfüllt verlangt die verhetzte Menge seinen Tod. Aus Menschenfurcht fällt Pilatus das ungerechte Urteil. Jesus aber steht gebunden da und schweigt. —

V Er lästerte nicht, da er gelästert wurde, und drohte nicht, da er litt.

A Er überließ sich dem, der ihn ungerecht verurteilte.

V Er ist geopfert worden, weil er selbst es gewollt hat.

A Seinen Mund hat er nicht aufgetan.   

     Stille



Fortsetzung der Stationen  2-14

Download der Kreuzwegsandacht mit 14 Bildern und liturgischen Abläufen: Liturg, Sprecher, Leser, Liedverse und Denkanstöße mit Stille hier klicken:

Kreuzwegandacht Bilder und Text 2018

 

 

 

Palmsonntag 2

 

FAMILIEN- ODER MORGENANDACHT

Nachfolgende Links bitte anklicken: – Bei den Liedern mitsingen.

Sieh, dein König kommt zu Dir. https://www.youtube.com/watch?v=o8MwMp8S5nM

– danach YouTube stoppen –

Der Menschensohn muss erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. (Joh 3, 14b-15)

Wir beginnen die Hausandacht und sprechen einzeln (Lesungen) oder gemeinsam nachfolgende Texte:

Vaterunser – gemeinsam

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

  1. Lesung: Phil 2,5-11

    https://www.bibleserver.com/EU/Philipper2%2C5-11

Die Erniedrigung und Erhöhung Christi – 5 Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht: 6 Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, Gott gleich zu sein, 7 sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; 8 er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. 9 Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, 10 damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihr Knie beugen vor dem Namen Jesu 11 und jeder Mund bekennt: Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes, des Vaters.

Psalmgebet: 118, 14-28

https://www.bibleserver.com/search/LUT/118%2C%2014-28

Einzeln oder im Verswechsel 14 Der HERR ist meine Macht und mein Psalm und ist mein Heil. 15 Man singt mit Freuden vom Sieg / in den Hütten der Gerechten: Die Rechte des HERRN behält den Sieg! 16 Die Rechte des HERRN ist erhöht; die Rechte des HERRN behält den Sieg! 17 Ich werde nicht sterben, sondern leben und des HERRN Werke verkündigen. 18 Der HERR züchtigt mich schwer; aber er gibt mich dem Tode nicht preis. 19 Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, dass ich durch sie einziehe und dem HERRN danke. 20 Das ist das Tor des HERRN; die Gerechten werden dort einziehen. 21 Ich danke dir, dass du mich erhört hast und hast mir geholfen. 22 Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden. 23 Das ist vom HERRN geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen. 24 Dies ist der Tag, den der HERR macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein. 25 O HERR, hilf! O HERR, lass wohlgelingen! 26 Gelobt sei, der da kommt im Namen des HERRN! Wir segnen euch vom Haus des HERRN. 27 Der HERR ist Gott, der uns erleuchtet. Schmückt das Fest mit Maien bis an die Hörner des Altars! 28 Du bist mein Gott, und ich danke dir; mein Gott, ich will dich preisen. 29 Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit, und in Ewigkeit. Amen. 

  1. Lesung Johannes 12,12-26

    https://www.bibleserver.com/EU/Johannes12%2C12-26

 Jesus Einzug in Jerusalem – 12 Am Tag darauf hörte die große Volksmenge, die sich zum Fest eingefunden hatte, Jesus komme nach Jerusalem. 13 Da nahmen sie Palmzweige, zogen hinaus, um ihn zu empfangen, und riefen: Hosanna! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn, der König Israels! 14 Jesus fand einen jungen Esel und setzte sich darauf – wie es in der Schrift heißt: 15 Fürchte dich nicht, Tochter Zion! Siehe, dein König kommt; er sitzt auf dem Fohlen einer Eselin. 16 Das alles verstanden seine Jünger zunächst nicht; als Jesus aber verherrlicht war, da wurde ihnen bewusst, dass es so über ihn geschrieben stand und dass man so an ihm gehandelt hatte. 17 Die Menge, die bei Jesus gewesen war, als er Lazarus aus dem Grab rief und von den Toten auferweckte, legte Zeugnis für ihn ab. 18 Ebendeshalb war die Menge ihm entgegengezogen, weil sie gehört hatte, er habe dieses Zeichen getan. 19 Die Pharisäer aber sagten zueinander: Ihr seht, dass ihr nichts ausrichtet; alle Welt läuft ihm nach.

 Glaubensbekenntnis – gemeinsam:

Das Apostolische Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, / und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, / empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, / gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, / hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, / aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; / von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. / Ich glaube an den Heiligen Geist, / die heilige allgemeine Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, / Vergebung der Sünden, / Auferstehung der Toten / und das ewige Leben. / Amen.

Lied: Jesus zieht in Jerusalem ein

https://www.youtube.com/watch?v=y9jrRl9Viio

danach YouTube stoppen –

 

Predigt: Diakon Jared Wensyel, Frankfurt:

https://www.youtube.com/watch?v=jnf27onJHeU&t=466s

Oder: Bei Andacht in der Familie nach den beiden Lesungen. – Beiträge und Anmerkungen der anwesenden Beteiligten.

 

GEBETSTEIL einzeln oder gemeinsam:

An dieser Stelle kann das Tagesgebet von einer Person oder allen gesprochen werden.

Allmächtiger und ewig lebender Gott! Du hast aus zärtlicher Liebe zum menschlichen Geschlecht Deinen Sohn Jesus Christus gesandt, unser Fleisch anzunehmen und den Tod am Kreuz zu erdulden, damit alle Menschen dem Vorbild seiner tiefen Demut folgen sollen. Verleihe gnädig, dass wir sowohl dem Beispiel seiner Geduld folgen, als auch Teilhaber seiner Auferstehung werden. Durch denselben Jesus Christus, unsern Herrn.

 (In Anschluss an die Kollekte für den jeweiligen Tag soll diese Kollekte bis Karfreitag täglich Verwendung finden!)

Danksagung für Barmherzigkeit und Bewahrung,

besonders in der letzten Nacht.

Allmächtiger und ewiger Gott! In Dir leben, weben und sind wir. Als Deine Geschöpfe bedürfen wir Deinen stetigen Beistand. Du hast uns vom Anbeginn unseres Lebens bis auf den heutigen Tag bewahrt. Deshalb bringen wir Dir unser schuldiges Lob und unseren Dank dar. Vor allem aber, weil Du uns vor allen Gefahren der vergangenen Nacht behütet hast. Für diese Deine Barmherzigkeit loben und preisen wir Deinen herrlichen Namen und bitten Dich demütig, unser morgendliches Lob- und Dankopfer gnädig anzunehmen. Dies bitten wir um dessen willen, der für uns im Grab lag und wieder auferstand, Deinen Sohn, unseren Heiland Jesus Christus.  Amen.

 

Hingabe und Bitte um geistliches Wachstum

Barmherziger Vater! Weil Du unserem Leben einen weiteren Tag hinzugefügt hast, wollen wir Dir unseren Leib und unsere Seele hingeben und uns durch ein frommes, gerechtes und besonnenes Leben in Deinen Dienst stellen. Bestätige und stärke uns in dieser Absicht, barmherziger Gott, damit wir, die wir an Jahren zunehmen, auch in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Heilandes, Jesus Christus, wachsen.  Amen.

Gebet um Gnade bei der Umsetzung

Du aber, o Gott, kennst die Schwachheit und Verdorbenheit unserer menschlichen Natur sowie die vielfältigen Versuchungen, denen wir täglich ausgesetzt sind. Wir bitten Dich deshalb, habe Mitleid mit unseren Schwächen und verleihe uns den steten Beistand Deines Heiligen Geistes, damit wir tatsächlich von der Sünde zurückgehalten und zu guten Werken angestiftet werden. Erfülle unsere Herzen mit Furcht vor Deinem Gericht und Dankbarkeit für Deine große Güte, dass wir uns davor fürchten, Dich zu betrüben und uns schämen, wenn wir gegen Dich gehandelt haben. Und halte in uns vor allem eine lebendige Erinnerung an den Tag wach, an dem wir für unsere Gedanken, Worte und Taten Rechenschaft dem geben müssen, den Du zum Richter der Lebenden und der Toten bestimmt hast, Deinen Sohn, Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

Leitung, Bewahrung und Segen für die Arbeit

O Vater! Insbesondere erflehen wir Deine Gnade und Deinen Schutz für den nun beginnenden Tag. Lass uns in allen Dingen maßvoll und in unseren verschiedenen Berufungen gewissenhaft sein. Schenke uns Geduld in unseren Schwierigkeiten. Gib uns Gnade, in all unseren Aufgaben gerecht und aufrichtig zu sein. Mache uns friedlich, barmherzig und bereit, allen Menschen nach unseren Möglichkeiten Gutes zu tun. Führe uns auf all unseren Wegen. Behüte uns vor allen Gefahren und Nöten, und lass es Dir gefallen uns und alle, die wir lieben, unter Deine väterliche Sorge und Deinen Schutz zu nehmen. Dies alles und was immer Du für uns nötig hältst, erbitten wir durch Deinen Sohn, Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

Segen – 2.Kor 13,13

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen!  Amen.

Abschlusslied: Herr, wir bitten komm und segne uns https://www.youtube.com/watch?v=HcLdaVpf0os

– danach YouTube stoppen –


 

Englische Gottesdienste Livestream

– ACNA – über die USA verstreut – auswählen: http://anglicanchurch.net/?/main/page/1994

 

 

Gefängnis

Befreit zur Nachfolge – Mit Jesus auf dem Weg hinauf nach Jerusalem

Download: Homilie zur Kollekte Septuagesimae Sonntag

 

3. Sonntag vor der Fastenzeit – Septuagesimä

Altes Testament: Jer 9,22-23; Ps. 31,20-25; Epistel: 1.Kor 9,24-27;  Evangelium: Mt 20,1-16

Wochenspruch:

„Wir liegen vor Dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf Deine große Barmherzigkeit.“ (Dan 9,18)

Tagesgebet

nach dem Allgemeinen Gebetbuch:

O Herr! Erhör wohlwollend die Gebete Deines Volkes, damit wir, die wir zurecht für unsre Missetaten bestraft werden, durch Deine Güte barmherzigst davon befreit werden. Durch Jesus Christus, unsern Erlöser, der mit Dir und dem Heiligen Geist, ein einiger Gott, lebt und regiert, jetzt und allezeit und in Ewigkeit.  Amen.

* * *

Mit dem heutigen Sonntag Septuagesimä,

etwa 70 Tage vor Ostern, werden alle unsere Gedanken, die wir mit dem Kommen und der Erscheinung Christi unseren Geist gefangen hielten, fallen gelassen. Von heute an – im christlichen Kalender – wird ein neuer Abschnitt mit veränderter Betonung eingeläutet.

 

Mit diesem Sonntag bekommen wir unseren ersten Eindruck auf die nun anbrechende Zeit der Erniedrigung Christi. Und somit fällt eine sich immer mehr verdunkelnde Wolke auf unser Kirchenjahr bis Karfreitag und -samstag. Das christliche Jahr begann mit der Ankunft und Geburt Christi, und wir sangen: Christ der Retter ist da!

Jetzt aber folgen wir ihm nach mit einem neuen Blick auf seine Erniedrigung, erkennen seinen Auftrag und die Last, die er für uns trägt, um unser Retter zu werden. Von heute an zählen auch nicht mehr die Sonntage nach Weihnachten und nach Epiphanias, seinem Erscheinen, sondern wir zählen jetzt rückwärts, wie wir dies bei einem Raketenstart gewohnt sind: …10, 9, 8, … ,3,2,1- Zero – Null. Von diesem Sonntag an bis zum Tod unseres Retters am Kreuz heißt es: Septuagesimä 70, Sexagesimä 60, Quinquagesimä 50, dann: Quadragesimä 40 (ein Wort, das von quadraginta herstammt). Dann aber sind es nur noch 40 Tage bis Ostern.

Mit dem Aschermittwoch, dem nochmaligen besonderen Einschnitt, dem Beginn der Fastenzeit, zählen wir weiter rückwärts und möchten uns in unserem Geist und Körper auf unseres Herrn einstellen, der spricht: Kommt, lasst uns hinaufgehen nach Jerusalem und dort alles vollenden.

Von diesem Weg der Nachfolge in der Erniedrigung sprechen auch heute unsere Lesungen und stimmen uns auf diesen geistlichen Countdown ein.

In der AT Lesung

erkennen wir, was Gott von seinem Volk in der Nachfolge und im Bund Gottes erwartet hatte. Die Menschen, die dem Willen Gottes folgen, sollten sich weder ihrer eigenen Weisheit, persönlichen Macht oder ihrer Reichtümer rühmen. Ich weiß was, ich kann was, ich hab‘ was. Stattdessen sollten solche Menschen sich nur rühmen oder darauf stolz sein, dass sie ihren Herrn innig kennen und auch verstehen. Es geht um eine innige, liebevolle Kenntnis von Gott (1Joh 3,1). Gott wollte, dass das Volk seine Güte und Gerechtigkeit genau kennt. Barmherzigkeit oder Güte bezieht sich auf Gottes treue Liebe: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte – Jer 31,3 (33,11; Klgd 3,22). Gott würde zu seiner Verpflichtung gegenüber seinem Volk treu stehen, selbst inmitten ihres sündigen Lebens. Denn über ganz Israel steht Gottes Urteil: Sie haben ein unbeschnittenes Herz. Aber in seiner großen Barmherzigkeit verkündet er, dass er es ist, der ihnen ein beschnittenes Herz geben will. Dies trifft aber nur die, die nicht auf ihr eigenes Können, Wissen und Haben stolz sind. Denn Beschnittene können nur Menschen sein, die sich selbst zurücknehmen, nicht viel von sich halten, besonnene und fromme, die alles von ihrem Herrn erwarten, ihn lieben und nachfolgen.

In unserer Epistel spricht Paulus von dem ungeteilten Einsatz, aber auch von der Möglichkeit des Scheiterns im Christenleben, und nicht nur für diejenigen, die im himmlischen Rennen laufen (1Kor 9, 24, 26). Wir denken auch an die, die einem anderen Evangelium nachlaufen. Das heißt für alle im Reich Gottes Kämpfenden, dass sie in der Nachfolge und für das Himmelreich manche Strapazen durchstehen, um Gottes Herrlichkeit und einen Siegeskranz zu erlangen. Diese Anstrengungen treffen hier auf den Apostel Paulus zu, in denen er sich eigentlich immer befindet. (V 27). Trotz allem möchte er nicht vergeblich gekämpft haben. Wenn er schon so um seine Nachfolgelauf besorgt ist, wie viel mehr sollten gerade wir um unseren Einsatz im Reich Gottes besorgt sein?

Das Evangelium

nimmt das gleiche Thema auf. Dort im abschließenden Vers schreibt Matthäus, um uns in unserer Nachfolge an eine wichtige Angelegenheit zu erinnern. Denn, obwohl viele berufen wurden, in Gottes Weinberg und Mission zu arbeiten, sind doch nur wenige von ihnen auserwählt, die letztlich den Siegespreis gewinnen werden. Erst und Letzte?  Denn viele sind berufen, doch wenige auserwählt! Matth 20,16

 Das Kollektengebet

selbst ist in eine Bewegung der Erniedrigung eingebettet. Es stellt sich wie eine Person im Bußgewand vor, die um Vergebung bittet. Sie befindet sich im Gefängnis hinter Gittern und bittet um Erbarmen und Erhörung. Christus steht noch in einer Entfernung und vernimmt den Ruf um barmherzige Befreiung aus diesem Gefängnis.

Damit werden wir heute durch alle drei Abschnitte der Schrift, die im Gottesdienst gelesen wurden, erinnert, dass sich nun ein neuer Abschnitt des christlichen Kirchenjahres mit Blick auf unsere eigene Jesusnachfolge fortsetzt.

Ab jetzt aber werden wir begleitet von ernsten, schmerzenden und auch mehr traurige Motiven und Melodien. Sie sollen uns mit auf dem Weg begleiten und verstehen und empfinden lassen, dass wir in unserer Nachfolge mit Christus den schweren Weg hinauf nach Jerusalem gehen, mit ihm dem Kreuzestod entgegen.     Amen