• Jesus und das Reich Gottes  & wir selbst – ein Geheimnis 

zum Bibelgespräch mittwochs: Text Matthäus 12,14-30 zuvor lesen.

Jeden Mittwoch 19 Uhr - Bibelgespräch im Wintergarten - Richbergstr, 11, Schwarzenborn

Bibelgespräch im Wintergarten

Info zu Beelzebul – 
die ursprüngliche Bedeutung ist Mist- oder Fliegengott oder: Herr der Wohnungen (von Dämonen). Satan wird als Führer der bösen Geister dargestellt, die in Menschen schwere Krankheiten seelischer oder leiblicher Art bewirkten oder sie versklavten.

Jesus ist geheimnisvoll, mysteriös, er ist schwer zu verstehen:
Er tut Wunder, damit Menschen an ihn glauben. Aber, wenn Leute ein Wunder herbeiwünschen, dann tut er oft kein Wunder. Und wenn er wunderbare, göttliche Dinge tut, dann warnt er oft, von diesen göttlichen Dingen nicht irgendetwas zu erzählen.
Warum das? Will Gott denn nicht, dass alle Leute diese Großtaten von ihm hören?
Jesus heilt in einer Weise, wie nur Gott es tun kann. Aber er kommt zu uns selbst nicht als Herrscher und König, sondern begegnet uns Christen wie ein Diener. Aber, er sagt trotzdem, dass er ein König mit einem Königreich ist, und dies Reich soll schon unter uns oder in unserer Mitte vorhanden sein.
Jesus tut Gutes und lehrt Gutes, und gerade darum wollen die Pharisäer und Schriftgelehrten ihn umbringen. Die Oberen jagen ihn wie ein gehetztes Stück Wild. Dieser Jesus ist wirklich mysteriös, ein Geheimnis.
Und nun 2000 Jahre später in unser Zeit? Auch wir sollen ihm gegenüber Stellung einnehmen. Denn wir hören hier V 30: Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.
Es ändert auch nichts daran, dass die meisten modern denkenden Menschen etwa so antworten: Jesus ist ein guter Lehrer, er ist ein guter Mensch, er lehrt doch was die anderen bekannten Lehrer des Altertums auch gelehrt haben.
Doch das entspricht nicht der Wahrheit. Außer seinen Jüngern, den Aposteln, hat es niemand gewagt zu sagen, dass er ganz Gott sei. Jesus selbst hat dies gesagt und hat dies dann auch durch seine Wunder bewiesen.
Aber, weder Buddha, Mohammed oder Konfuzius oder der jetzige Dalai Lama haben wundersam geheilt, Wasser in Wein verwandelt, 5000 Menschen mit wenigen Stücken Brot und Fisch gesättigt oder jemanden vom Tod auferweckt. Und diese Religionsgründer, sind selber sind nicht vom Tod wieder auferstanden, nur Jesus.
Wir aber wissen, wer Jesus ist: Er ist der Sohn Gottes, der Fleisch, Menschsein angenommen hat; und er allein ist der Retter der Welt.
Doch er ist immer noch für uns heute mysteriös, ganz geheimnisvoll.
Jesus ist: allmächtig, allwissend und allgegenwärtig. Wir wissen, dass er Wunder getan, Krankheit geheilt und die Natur und Dämonen bezwungen hat und auch Macht über das Leben an sich hat.
Aber, warum gibt es Zeiten, da er sich uns nicht zeigt, da er sich vor uns versteckt? Es scheint Zeiten zu geben, dass er, obwohl wir wissen, was er kann, sich uns nicht zeigen oder offenbaren will.
Persönlich: Es gibt Zeiten, da ich völlig ausgelaugt und am Ende bin, Zeiten, wo ich selber nicht mehr ein noch aus weiß, wo ich mir selber ein Geheimnis bin, ich selber ein Mysterium bin. Ich aber habe einen tiefen Glauben an meinen Herrn, aber ich kann ihn nicht wirklich spüren, noch erfahren.
Dann frage ich mich: Wo ist die Kraft und die Herrlichkeit dieses Starken, der jene bösen, starken Mann, Satan, gebunden hat und in sein Haus eingedrungen ist? Wo ist dieser König und Herr, dessen Königreich durch Engeln aus der Höhe anbrach und der solche Wunder wirkte?
Und warum sind da noch die Leiden? Und warum sündigen wir immer noch, obwohl der Heilige Geist in uns wohnt? Und warum können Menschen so wunderbar gut und gleichzeitig so hässlich und böse sein?

Persönlich: Ich fühle mich oft wie dieser blinde und stumme Mann. In unserem Kapitel wird er von anderen zu Jesus gebracht, und er wird geheilt. Aber bei mir? Nichts geschieht!

Doch unser Vorteil heute ist der, dass wir nicht zu Jesus gebracht werden müssen wie dieser taube und stumme Mensch. Wir müssen nicht lange warten, sondern können zu Jesus zu irgendeiner Zeit kommen. Und das sogar, wenn ich Jesus gerade nicht sehen und hören kann. Gerade dann darf ich zu ihm kommen, um ihn zu bitten, dass er mich heilt, dass er sich mir wieder zeigt. Und ich weiß, dass er es wieder tun wird. Denn ich weiß, dass er bereits jenen starken, bösen Mann aus meinem Leben vertrieben hat. Denn Jesus ist in mein Leben eingezogen. Ich bin überzeugt, selbst wenn Jesus sich mir nur langsam offenbart, wird er sich zur rechten Zeit ganz zeigen. Ich weiß sogar, dass er mich selbst in meinen blinden, gehörlosen und stummen Momenten meines Lebens nicht verlassen wird.
Ich weiß auch, er hat die Macht über jede Krankheit und Schwachheit meines Lebens, über Blindheit, Gefühllosigkeit und über mein ganzes Leben.
Selbst wenn er entscheidet, sich zurückzuziehen und mir auf unsichtbare oder unbegreifliche Weise zu helfen, werde ich zufrieden sein, denn ich kenn ihn, auch dann, wenn er sich in den Schatten der Erde oder in dunklen Orten meines Lebens zurückzieht. (Ps. 139).
Trotz allem weiß ich, was ich tun soll, denn ich kenne diesen geheimnisvollen Herrn. Deshalb werde ich ihn auch in meinen dunkelsten, einsamen und gefühllosesten Stunden meines Lebens suchen und ihn um Heilung bitten.
Und weil ich ihn kenne, werde ich ihn bitten, was immer für mich notwendig ist, mir für jeden Tag zu geben. Auch wenn es mir zu wenig erscheint, wird er mir genau das geben, was ich heute benötige, wenn ich ihn nur darum bitte.
Dann sage ich: Hier bin ich Herr, auch wenn ich Dich an diesem Tag nicht sehen oder hören kann. Hier bin ich, und ich bin mir oft selbst ein Geheimnis. Hier bin ich. Sei du zu mir barmherzig, erhöre mein Gebet. Gib mir, was ich heute benötige. Schenke dich mir selbst, dann bin ich glücklich.

Gebet
Hier bin ich Herr, obwohl ich dich heute nicht sehen oder fühlen kann. Ich bin mir selbst ein Geheimnis. Hier bin ich. Erhöre barmherzig mein Gebet und gib mir, was ich für den heutigen Tag benötige. Schenke dich mir selbst, und so will ich glücklich sein.  Amen.

Zum Nachdenken:
1. Wie wirkt sich die  Tatsache bei mir bereits aus, dass das Reich Gottes in Jesus schon gekommen ist und  Jesus den Starken, Satan, schon gebunden hat?
2. Was ist meine Antwort auf die Erfahrung, dass sich Gott sich scheinbar vor mir verbirgt, ich ihn nicht spüre? Was ist die beste Haltung und Reaktion in solchen Zeiten?

Meine Entscheidung:
Ich entscheide mich, Gott zu bitten, all das bei mir zu lösen, was mich bindet, damit ich ihn heute besser hören und erkennen kann.

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