Unsere Begebenheit finden wir bei Matthäus, Markus und heute besonders bei Lukas 5,17-26 beschrieben.

Gelähmte Menschen und kleine Kinder haben viele Gemeinsamkeiten. Wenn sie ihre Begrenztheit und Hinfälligkeit erkannt haben, wissen sie, dass sie auf die Hilfe der anderen angewiesen sind. Beide wissen um ihre Schwäche und Hinfälligkeit, dass sie nicht selbst zu Christus gelangen können.

Deshalb sagt Jesus: Lu 18,14+15 Aber Jesus sprach: Lasset die Kinder und wehret ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solchen gehört das Himmelreich. Und er legte die Hände auf sie und zog von dort weiter

. Kinder müssen aber gebracht werden. Das ist eine gemeinsame Aufgabe. Gerade bei Kindern und Gelähmten erkennen wir am Deutlichsten auch das Prinzip der Gnade. Sie können sich selbst nicht das Heil aneignen, sie können durch keine eigene Anstrengung des Willens oder ihrer Entscheidungskraft zu Christus kommen. Sie sind hilflos und müssen gebracht. In unserem Falle wird der Gelähmte sogar von vier Freunden gebracht. Ziel ist körperliche und geistliche Heilung. Von diesem Gemeinschaftseinsatz können wir alle lernen. Nach der körperlichen Heilung geht dann allein um die freie Gnade Gottes, die den von Natur aus für den Glauben Gelähmten zugesprochen werden soll. diese Teamarbeit für diese beiden Gebiete wird von uns allen gefordert. So sind wir dann in den verschiedenen christlichen Kirche und auch als REK Gemeinde, ja alle Christen gefordert: Denn wenn die für Gott gelähmten Menschen nicht alleine zu Christus kommen können, dann müssen zwei oder drei Personen für diese aktiv werden und wenn notwendig, wie dieses Viererteam, den geistlich Gelähmten finden und ihn zu Christus unter Sein Wort bringen. Lasst uns für solche kleine Tragbaren-Teams beten, solche Teams zusammenstellen, die sich um Menschen, geistlich Gelähmte bemühen, damit sie zu Christus gebracht werden. Die einen sollen zu Kinder-, Jugend- oder in Erwachsenenkreise gebracht werden, dann aber Erlöste auch am gemeinsamen Gottesdienst teilnehmen. Glauben wir wirklich, dass solche fernstehenden, nichtkirchlichen Gelähmten gebracht werden müssen? In Berlin und Hamburg gibt es schon mehr als 60% solcher, die nichts mehr mit der Kirche, dem christlichen Glauben zu tun haben. Wie viele aber von diesen und den übrigen sind aber noch nie von Christus berührt wurden? Unser gemeinsames Dienen, für das wir heute beten wollen, wird sich in unseren Glauben und dann in der Praxis zeigen! Ob bei Evangelisationen oder Asylantenarbeit, bei Freekstock oder Campingmission, in Schule und Freizeitarbeit, beim Kaffeetreff oder Frauenfrühstück. Wir sind aufgefordert durch unterschiedliche Methoden unsere heutige Missionsaufgabe wieder aufnehmen. Es geht darum, die geistlich Gelähmten vor unserer Haustür, in unserem Ort und Kreis, zu finden und sie zu Christus zu bringen. Gelähmte schaffen es nicht, von sich aus zu kommen. Sie sollen von uns im gemeinsamen und stellvertretendem Glauben zu Christus gebracht werden. Wollen wir dies gemeinsam tun? Die Welt wird weltlicher. Christen verschwinden mehr und mehr aus unserer Gesellschaft. Das freudige gemeinsame Zeugnis fehlt heute mehr denn je. Dagegen breitet sich ein begeisternder Islam in Deutschland aus. Warum? Unsere Bundeskanzlerin ermutigte vor einiger Zeit: Man darf Muslimen nicht vorwerfen, dass sie mit leuchtenden Augen über ihren Glauben sprechen, wir aber nicht in der Lage sind, mit noch leuchtenderen Augen von unserm Glauben zur reden … Sprechen Sie mit fröhlichem Herzen vom „C“. – Damit meinte sie nicht ihre Partei, sondern Christus.

1. Hinderungsgründe im gemeinsamen Dienen

Der erste Hinderungsgrund in Mrk 2,2 war die im Wege stehende Menschenmenge. Es sind oftmals Menschen, auch christliche, fromme oder verwandtschaftliche Beziehungen, die zur Seite geschoben oder sogar freundlich umgangen werden müssen. Es gibt immer Gründe, einen gemeinsamen Einsatz wegen Verwandtschaftsbeziehungen aufzugeben. Gerade die ganz nahstehenden Menschen stehen oft zwischen Christus und einem gelähmten Sünder. Diese Probleme sollten wir erkennen und kreativ bewältigen. So kann es zweitens sein, dass ein Dach oder besser eine Decke im Wege steht. Es sind manchmal ganz praktische und materiellen Dinge, die im Wege stehen: Keine Fahrtgelegenheit, kein Auto, keine Zeit, usw. wegen Familie und Arbeit, Finanzen, etc. Wir hören oft alle möglichen Argumente, warum etwas dazwischengekommen ist und bestimmte Personen nicht oder nicht mehr kommen können. Oftmals müssen wir einfach sagen: Wir kommen, wenn Du keine Gelegenheit hast und holen dich mit dem Auto ab, und bringe dich wieder nach Hause oder bezahlen Dir auch das Busticket.

2. Weitere Widerstände im gemeinsamen Dienen

die finden wir jedoch unmittelbar in der Gegenwart Jesu: Da gibt es auch noch die Schriftgelehrten, die Gesetzeslehrer, die bibeltreuen Bibelkenner. Auch sie können ein Hindernis werden. Bei ihnen muss alles genau vorher geplant, aufgeschrieben und durchdacht sein. Es muss die rechte Schriftstelle benutzt werden, und außerdem muss alles noch etwas biblischer bedacht werden. Doch hört, auch übergenaue Bibeltreue können ein Hinderungsgrund sein, solche, die sich zu viele Sorgen um 150% Genauigkeit machen, vielleicht sogar verstecken, dass keine Zeit oder Begeisterung mehr da entsteht, Gelähmte zu Christus zu bringen. Doch Christus will keine Schriftgelehrten empfangen, sondern nur Gelähmtenträger. Er wartet doch nur darauf, dass wir die Gelähmten zu ihm durch die Decke hinablassen. Deshalb, ist es oft besser, naiv im Glauben, ohne letzte Vorbereitungen zu sein und gegen alle christliche Knicke jemanden gemeinsam zu Christus zu bringen, als überhaupt nicht in Bewegung zu kommen. Der vertrauensvolle Eifer und der aktive Glaube ist für die christliche Gemeinde oft wichtiger als die beengte kleingläubige Manier, ob denn auch alles richtig vorbereitet sei. Lasst uns also alle Hindernisse der Menschenmenge, der Dächer und der Gesetzeslehrer im Glauben überwinden und unsere Gelähmten unter das Wort des Christus bringen.

3. Das Ziel unseres gemeinsamen Betens und Dienens

Wenn nun die geistlich Gelähmten endlich vor Christus stehen, dann sollen sie trotz ihrer persönlich oft schweren Situation zuallererst die wichtigste und mutmachende Botschaft hören, ihr eigentlichstes Problem: „Meine Sohn, meine Tochter, fasse; Mut. Dir sind deine Übertretungen, die du gegen den Willen Gottes getan hast, deine Fehler vor Gott und Menschen, deine Schuld ist dir vergeben! Dies zu hören und zu erfassen bedarf schon Mut. Doch die Schuld vor Gott und Menschen ist die Grundursache allen Übels und auch aller Trennungen in Familie und Gesellschaft. Welch eine Ermutigung, wenn wir Vergebung zugesprochen bekommen: Deine Schuld ist vergeben, du bist mit Gott versöhnt, du hast Friede mit Gott. Die Ursache für deine Gelähmtheit und Haltlosigkeit ist von dir genommen. Ist dies nicht der größte Trost? Dafür lasst uns gemeinsam beten, dafür lasst uns gemeinsam dienen, Gelähmte zu Christus zu bringen. Und wenn Dir Christus heute alle Deine Schuld vergibt, dann reihe dich sofort in das Missionsteam ein, deine Nächsten zu Christus zu bringen. Amen.

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