Erntedankgottesdienst 10.30 Uhr Haus Rhönblick

Dank für Wachstum und Ernte

16.  Sonntag nach Trinitatis-Morgenlob

Eingangsvotum

„Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.“ (Ps 106,1)

1. Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land, doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand: Der tut mit leisem Wehen sich mild und heimlich auf und träuft, wenn heim wir gehen, Wuchs und Gedeihen drauf.

Chorus: Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn; drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm dankt und hofft auf ihn!

2. Er sendet Tau und Regen und Sonn- und Mondenschein, er wickelt seinen Segen gar zart und künstlich ein und bringt ihn dann behände in unser Feld und Brot: Es geht durch unsre Hände, kommt aber her von Gott.

3. Was nah ist und was ferne, von Gott kommt alles her, der Strohhalm und die Sterne, das Sandkorn und das Meer. Von ihm sind Büsch und Blätter und Korn und Obst von ihm, das schöne Frühlingswetter und Schnee und Ungestüm.

4.  lässt die Sonn aufgehen, er stellt des Mondes Lauf; er lässt die Winde wehen und tut die Wolken auf. Er schenkt uns so viel Freude, er macht uns frisch und rot; er gibt den Kühen Weide und unsern Kindern Brot.

Allgemeines Schuldbekenntnis

Barmherziger Vater! Wir bekennen, dass wir gegen Dich gesündigt haben in Gedanken, Worten und Werken, durch das, was wir getan und unterlassen haben. Wir haben Dich nicht von ganzem Herzen geliebt; wir haben unsre Nächsten nicht wie uns selbst geliebt. In Reue und Demut bekennen wir unsre Schuld. Um Deines Sohnes Jesu Christi willen, sei uns gnädig und vergib uns unsre Verfehlungen, dass wir Deinen Willen freudig erfüllen und auf Deinen Wegen wandeln. Zur Ehre Deines Namens.              G  Amen.

Der allmächtige Gott hat in seiner großen Barmherzigkeit Vergebung der Sünden allen verheißen, die sich in aufrichtiger Buße und wahrhaftigem Glauben zu ihm wenden. Der Herr erbarme sich über euch: Er vergebe euch und befreie euch von all’ euren Sünden; er bewahre und stärke euch in allem Guten und führe euch zum ewigen Leben. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.

G  Amen.

Wechselspruch

Z             Der Herr sei mit euch!

G            Und mit deinem Geist!

Z             Lasst uns beten!

Vaterunser- singen

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Wechselspruch

Z             Herr, tue unsere Lippen auf,

G            dass unser Mund Deinen Ruhm verkündige.

Lobpreis- Psalm 147

Halleluja! Lobet den Herrn! / Denn unsern Gott loben, das ist ein köstlich Ding,

ihn loben ist lieblich und schön.

Der Herr baut Jerusalem auf

und bringt zusammen die Verstreuten Israels.

Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind,

und verbindet ihre Wunden.

Singt dem Herrn ein Danklied

und lobt unseren Gott mit Harfen,

Der den Himmel mit Wolken bedeckt / und Regen gibt auf Erden;

der Gras auf den Bergen wachsen lässt,

der dem Vieh sein Futter gibt,

den jungen Raben, die zu ihm rufen.

Preise, Jerusalem, den Herrn;

lobe, Zion, deinen Gott!

Denn er macht fest die Riegel deiner Tore

und segnet deine Kinder in deiner Mitte.

Er schafft deinen Grenzen Frieden

und sättigt dich mit dem besten Weizen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.  Amen.

Lesung und Bekenntnis

  1. Lesung  Deut 26,1-15 (Lesung im Internet anklicken)

L             Wort des lebendigen Gottes.

G            Dank sei Gott.

1. Die Ernt ist nun zu Ende, der Segen eingebracht, woraus Gott alle Stände satt, reich und fröhlich macht. Der treue Gott lebt noch, man kann es deutlich merken an so viel Liebeswerken, drum preisen wir ihn hoch.

2. Wir rühmen seine Güte, die uns das Feld bestellt und oft ohn unsre Bitte getan, was uns gefällt; die immer noch geschont, ob wir gleich gottlos leben, die Fried und Ruh gegeben, dass jeder sicher wohnt.

2. LesungMt 26,25-34 (Lesung im Internet anklicken)

L     Das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus nach Mt. Im 26.Kap

G    Ehre sei Dir o Herr.

L     Das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus

G    Lob sei Dir O Christus.

Apostolikum sprechen (Glaubensbekenntnis)

Bekanntmachungen

Lied – Fortsetzung

4. O allerliebster Vater, du hast viel Dank verdient; du mildester Berater machst, dass uns Segen grünt. Wohlan, dich loben wir für abgewandten Schaden, für viel und große Gnaden; Herr Gott, wir danken dir.

5. Zum Danken kommt das Bitten: Du wollest, treuer Gott, vor Krankheit uns behüten und aller andern Not. Regier die Obrigkeit, erhalte deine Gaben, dass wir uns damit laben, gib friedevolle Zeit.

Predigt

Mit leeren oder vollen Händen vor Gott stehen Deu / 5 Mose 26,1-14

Einleitung:

Große Versprechen von Politikern und Staatsmännern vor & nach einer Wahl.

Das Versprechen der AT Gläubigen:

Sie sind aus Ägypten, dem Sündenland, ausgezogen, und ins heile Land eingezogen: Jetzt in Kanaan! Überfluss, gutes Land! Sie bringen ihr Versprechen des jährlichen 10ten; freiwillige Opfer und den Dreijahreszehnten an Witwen und Waisen!

Eine Behauptung 1

Was wäre ein Kommen zum Harvestfest / Pfingsten – oder später Laubhüttenfest ohne Erntedankopfer, ohne Korb, ohne den Zehnten, einfach mit leeren Taschen? „Ich habe das Portemonnaie vergessen, bzw. bin nur mit Cent oder Knöpfen eingetroffen!“. Ist das die richtige Vorbereitung zum Erntedankfest? Nein! Auch die Klingelbeutel, kling Glöckchen klingelingeling, liebte Gott schon damals nicht, von denen, die den ganzen Monat an sich nur an sich denken und dann noch knausrig den Rest roter Füchse in den Tempelstock warfen. Denn ein Gottesdienst ohne Opfer im Zentrum ist vor Gott ungültig. Gottesdienst muss immer einen Opfercharakter haben. Er darf schon etwas weh tun. Nur die Idee im Kopf haben, aber kein Opfer in der Hand zum Gottesdienst, ist kein Gottesdienst. Hingabe als Zentrum, Hingabe als Resultat – die Tat ist gefragt.

Behauptung 2

OK. Dann komme ich halt zum Gottesdienst und habe ein raschelndes Opfer (einen Scheck oder Scheine) mitgebracht. Frage? Hat dies Gott nicht besonders lieb? Ja, das stimmt schon! Es heißt in der Schrift: „Bringt den ganzen Zehnten in Kornhaus, damals den Priestern im Tempel und damit Gott. Mal 3,9 Darum seid ihr auch verflucht; denn ihr betrügt mich allesamt. 10 Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf dass in meinem Hause Speise sei, und prüft mich hiermit, spricht der HERR Zebaoth, ob ich euch dann nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle

Aber, was ist, wenn ein handfestes Opfer, ein voller Erstlingskorb gebracht wird, wenn aber dabei die rechte Einstellung, das rechte Motiv, das rechte Bekenntnis zum Opfer bringen fehlt? Ohne echtes Bekenntnis zum handfesten Opfer, ohne den Mund zum Bekenntnis zu öffnen, ohne Herz, ist mein Opfer wertlos und der Gottesdienst sinnlos wie etwa: „Ich nehme dich als meine rechtmäßige Frau, meinen rechtmäßigen Mann hier im Wald oder auf der Wiese,  ohne Standesamt oder Pfarrer und Zeugen. Ohne ausgesprochenes Bekenntnis vor Zeugen, geht nichts.

Also gehört neben dem rechten Opfer zum Gottesdienst auch das rechte Bekenntnis.

Das geforderte Bekenntnis zum Dankopfer ist aber das meiner Bekehrung: Jeder Israelit bekannte persönlich, das er geknechteter Sklave in Ägypten war und 7 Tage ununterbrochen für andere Götter, anderen König im fremden Land arbeitete, ohne je Aussicht auf Freiheit zu erhoffen: hoffnungslos, rechtlos, ziellos, heimaltlos als Aramäer, in Ägypter oder Babylonien.

Doch ohne ihr Zutun, ihre Leistung oder ihr Gutsein griff nun Gott ein. Durch Schrecken und Wunderzeichen entriss er das Volk dem Machtbereich des Bösen und der Sklaverei Ägyptens und brachte sie in das versprochene Land Kanaan, in dem Milch und Honig fließt. Und nun, nach 40 Jahren feierten sie nicht nur den neuen Nationaltag der Freiheit, nicht den „3. Oktober“, sondern das Harvestfest, das Dankfest des Landes und der Früchte, das wahre himmlische Oktoberfest Gottes.

Sie legten hier ihr persönliches Bekenntnis ab: Ich war Slave und heimatlos, nun bin ich Befreiter und mit Recht auf Boden und Heimat. Und diese Heimat, dieser Boden hat mir Früchte über Früchte, Ertrag über Ertrag gebracht.

Ist dies auch Dein Bekenntnis?

Ich bekenne, dass ich von Gott getrennt und ohne Gemeinschaft um seinen Tisch lebte, sondern saß am Tisch der Spötter, Lacher und Egoisten. Ich lebte in der Sklaverei von Satan, Sünde und Selbstlust, liebte allein nur mich, dachte allein an mich.

Doch dann, wie durch ein Wunder, wurde ich von den 3 S meines Lebens überführt und erkannte Jesus, meinen Heiland, meinen Retter, der mich aus der Selbstzerstörung, aus dem Strudel des Egoismus herausriss! Er hat sich für mich geopfert, hingegeben. Ihn hat es alles gekostet. Er, der von keiner einzigen Sünde, keinem einzigen Fehler in seinem Leben wusste, weder Gott und den Menschen gegenüber, ER wurde für mich zur Sünde und zum Sünder gemacht, durch meine Schuld, meine Schuld, meine große Schuld. Das ist das zentrale Opfer. Ich bin Ihm so dankbar, ich möchte das Prinzip des Opferns auch in meinem Leben entstehen lassen, mir zu Eigen machen. Auch ich bringe nun meinen Korb, gefüllt mit dem Ersten und Besten jeden Monats, immer dann, wenn ich einen Ertrag bekomme auch Dankbarkeit. Und das tue ich gern.

Dies ist mein aufrichtiges Bekenntnis, wenn ich zum Gottesdienst gehe, wenn ich im Gottesdienst stehe. Ich komme und stehe nicht mit leeren Händen vor meinem Gott, ich komme vorbereitet und habe mir überlegt, was ich für ein Opfer bringen will. Und zweitens, bringe ich dieses Opfer, weil ich ein persönliches Bekenntnis zu meiner Bekehrung habe. Ich war verblendeter Sklave im Reich Satan, gebunden und hoffnungslos, dann aber erkannte ich Jesus meinen Retter am Kreuz zu meiner Erlösung, und zur Erneuerung meines Lebens. Nun singe ich dankbar: Ich bin erlöst.

Nun komme ich, um Gott meine Opfer zu bringen, mich selbst und meine empfangenen Erträge des Lebens. Eigentlich gehört Gott alles. Aber er möchte nur den 10ten als Anteil meiner Erträge, die ihm gehören. Dieser wird den Priestern zum Dienst und durch sie den Witwen und Waisen, den Bedürftigen gegeben.

Das war zur Zeit Israels schon so, dies war zur Zeit der Apostel gültig. Die Apostel brachten diese wiederum den Diakonen zur Verteilung an die wirklich Bedürftigen.

Auch wir sind eingeladen, aus Dankbarkeit und Liebe zu unserem Herrn mehr Zeit, Geld und Kraft in das Haus Gottes, seine Gemeinde, zu bringen und dieses Opfer mit unserem persönlichen Bekenntnis zu unterstreichen.

„Denn einen fröhlichen Geber, jemand mit einem echten Bekenntnis – vom Versklavten zum Befreiten – diesen hat Gott besonders lieb. AMEN.

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1. Brich mit den Hungrigen dein Brot, sprich mit den Sprachlosen ein Wort, sing mit den Traurigen ein Lied, teil mit den Einsamen dein Haus.

2. Such mit den Fertigen ein Ziel, brich mit den Hungrigen dein Brot, sprich mit den Sprachlosen ein Wort, sing mit den Traurigen ein Lied.

3, Teil mit den Einsamen dein Haus, such mit den Fertigen ein Ziel, brich mit den Hungrigen dein Brot, sprich mit den Sprachlosen ein Wort.

4, Sing mit den Traurigen ein Lied, teil mit den Einsamen dein Haus, such mit den Fertigen ein Ziel, brich mit den Hungrigen dein Brot.

Gebete – Wechselspruch

Z             Der Herr sei mit euch!

G            Und mit deinem Geist!

Z             Lasst uns beten!

Fürbitten

Z   Herr, rette Dein Volk und segne Dein Erbteil.

G   Regiere und erhöhe es in Ewigkeit.

Z    Dich preisen wir jeden Tag;

G   und beten Deinen Namen an jetzt und immerdar.

Z    Bewahre uns heute, Herr, vor aller Sünde.

G   Erbarme Dich über uns, Herr, erbarme Dich.

Z    Herr, lass Deine Barmherzigkeit über uns herrschen,

G   Denn auf Dich, Herr, vertrauen wir.

 Z Auf Dich allein setzen wir unsere Hoffnung.

G   Bei Dir werden wir niemals enttäuscht. Amen.

Tagesgebet

Gebet um äußeren Frieden

Gott,Du bist der Friedensstifter und liebst die Eintracht. Dir zu dienen heißt mit Dir zu herrschen. Dich zu kennen ist das Leben. Verteidige uns, Deine Diener, in den Angriffen unserer Feinde, damit wir – im festen Vertrauen auf Deinen Schutz – uns vor ihrer Gewalt nicht fürchten brauchen. Durch die Macht Jesu Christi, unseres Herrn.

G  Amen.

Gebet um recht zu leben

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.   G Amen

Persönliche Gebete

 Gebet des heiligen Chrysostomus

Allmächtiger Gott! Du hast uns jetzt Gnade verliehen, Dir unsere gemeinsamen Gebete einmütig darzubringen und uns verheißen, wenn zwei oder drei in Deinem Namen versammelt sind, sie zu erhören. Erfülle nun, o Herr, die Wünsche und Bitten Deiner Diener, wie es uns am heilsamsten ist; und schenke uns in dieser Welt die Erkenntnis Deiner Wahrheit und in der zukünftigen das ewige Leben.

G  Amen.

Z  Lasst uns den Herrn preisen.

G  Dank sei Gott, dem Herrn.

Segensgebet – Alle:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen!

G  Amen.                            

Chorus: Gut, dass wir einander haben, gut, dass wir einander sehn, Sorgen, Freuden, Kräfte teilen und auf einem Wege gehn. Gut, dass wir nicht uns nur haben, dass der Kreis sich niemals schließt und dass Gott, von dem wir reden, hier in unsrer Mitte ist.

1. Keiner, der nur immer redet; keiner, der nur immer hört. Jedes Schweigen, jedes Hören, jedes Wort hat seinen Wert. Keiner widerspricht nur immer; keiner passt sich immer an. Und wir lernen, wie man streiten und sich dennoch lieben kann.

2. Keiner, der nur immer jubelt; keiner, der nur immer weint. Oft schon hat uns Gott in unsrer Freude, unsrem Schmerz vereint. Keiner trägt nur immer andre; keiner ist nur immer Last. Jedem wurde schon geholfen; jeder hat schon angefasst.

3. Keiner ist nur immer schwach, und keiner hat für alles Kraft. Jeder kann mit Gottes Gaben das tun, was kein andrer schafft. Keiner, der noch alles braucht, und keiner, der schon alles hat. Jeder lebt von allen andern; jeder macht die andern satt.

Am Ausgang Sammlung für

Missionar PubudoSri Lanka