Gottesdienste Advent


Lied an der Orgel, bitte anklicken: Wir warten Dein o Gottessohn und lieben Dein Erscheinen.

Thema: Der kommende Erlöser / Liturgische Farbe: violett

Wochenspruch: „Wenn (all) das beginnt, dann richtet euch auf, und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe.“ (Lk 21,28)

Tagesgebet:

Gepriesener Herr. Du hast die gesamte Heilige Schrift uns zur Belehrung schreiben lassen. Schenke, dass wir sie so hören, überdenken und in unseren Herzen bewegen, dass wir durch die Geduld und den Trost Deines Wortes die selige Hoffnung des ewigen Lebens ergreifen und auch immer festhalten, die Du uns in Jesus Christus, unserem Erlöser, verliehen hast.  Amen.

2. Advent – Lukas 21:25-33 -(klicken zum Text)

Ein Bischof wohnte in einem Hotel. Einem nervösen jungen Hotelpage wurde gesagt, er solle ihn mit den Worten wecken: „Mein Herr, es ist der Junge. Es ist Zeit zum Aufstehen!- Als er die Treppe hinaufstieg, wiederholte der Junge wie versteinert diese Worte. Er klopfte an und ging mit den Worten ins Zimmer: „Mein Junge, es ist der Herr, deine Zeit ist abgelaufen!“

Heute ist der zweite Adventssonntag. Advent bedeutet „Ankunft“, und der Predigttext erinnert uns daran, dass wir für das zweite Kommen Jesu bereit sein sollen.

Eines Tages wird sich jeder Jesus stellen müssen. Wir wissen das, weil Jesus es gesagt hat. 32: Wahrlich, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis alles erfüllt ist. 33: Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen. Wenn Jesus sagte, dass diese Generation nicht sterben wird, bis alles erfüllt ist, kann dies zwei Bedeutungen haben, die beide wahr sein können. Eine für die nahe Zukunft, die andere Bedeutung steht noch aus.

Die unmittelbare Bedeutung ist, dass diese Worte Jesu schon zu Lebzeiten für einige seiner Zuhörer ihre Erfüllung finden würden. Jesus hatte in den Versen 20-24 über die Zerstörung Jerusalems nach voriger Belagerung gesprochen. 70 n. Chr., etwa vierzig Jahre später, belagerte die römische Armee unter Titus Jerusalem wegen eines Aufstands einiger Juden. Sie zerstörten die Stadt, hinterließen den Tempel in Trümmern, töteten alle darin. Doch Christen starben nicht in diesem Blutbad, weil sie von der Warnung Jesu wussten, und die Stadt verließen, bevor die Römer in die Stadt Jerusalem einbrachen. Sie wussten von der Lehre Jesu, handelten danach und entkamen der Zerstörung.

Die zukünftige Bedeutung der Worte Jesu ist, dass sich „diese Generation“ auf die jüdische Nation bezieht, und diese wird nicht vergehen, bis sie Zeit hatten, sich auf sein zweites Kommen einzustellen. Auch sie haben die Möglichkeit, die Worte Jesu zu kennen, sie zu ergreifen und der ewigen Zerstörung zu entkommen.

Wenn Jesus wieder auf die Erde zurückkommt, wird dies alle zutreffen. Wenn Jesus wiederkommt, wird er die Lebenden und die Toten richten, wie wir dies im Glaubensbekenntnis bekennen. Niemand wird dann aber entkommen können. Für diejenigen, die Jesus nicht als ihren Retter und Herrn angenommen haben, wird dies für immer zur Trennung von Gott führen.

Aber für die Gläubigen, sagt Jesus, nähert sich Ihre Erlösung.

Das Wort Erlösung beinhaltet die Zahlung einer Gegenwertes, um jemanden freizulassen. Jesus hat dies bereits am Kreuz für uns geleistet, und seitdem viele aus der Sklaverei der Sünde befreit. Dieser Hinweis auf die Erlösung bezieht sich auf die letzten Heilstat Jesu. Er sammelt die Heiligen, um für immer bei Gott im Himmel zu sein. Dann wird es keine Sünde, keine Krankheit, keine Krankenhäuser, kein Corona, Leiden, Tod oder Trauer mehr geben, sondern ein vollkommenes Leben, das in der Gegenwart Gottes und unserer christlichen Mitgeschwistern und Heiligen gelebt wird. Während doch heute viele vor der Pandemie in Schrecken fallen (Vers 26), sollen die Gläubigen ohne Angst zuversichtlich auf ein neues Leben mit Gott in Herrlichkeit hoffen.

Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.

Als Gottes Volk sind wir aufgerufen, uns auf die Worte Jesu zu verlassen. Das betont am zweiten Sonntag der Adventszeit unser Wochengebet. Gottes Worte enthalten Autorität und Ewigkeit. Sie sind heute genauso wahr wie damals, als sie vor 6000 oder 2000 Jahren durch die Propheten und auch von Jesus ausgesprochen wurden. Doch der wunderbare, anfassbare jüdische Tempel, den die Jünger bewunderten, ist heute verschwunden. Auch alle anfassbaren Dinge um uns herum, ein Kirchengebäude, der Gottesdienstraum, die Orgel, , unsere Wohnhäuser, Autos, alle Besitztümer werden nicht bis in die Ewigkeit bestehen. Doch die Worte Jesu und der Propheten werden ewig Bestand haben. Und alle von uns, die sich auf deren Versprechen verlassen, werden für immer bei ihm wohnen. Wir wissen, dass wir allen Verheißungen Jesu vertrauen können, weil sie wie auch diese alle wahr geworden sind.

Warum sollen wir bereit sein?

Damit wir wach und aufmerksam bleiben. Wir lesen dies in den Vers: 28 Erhebet eure Häupter. Anstatt niedergeschlagen und ängstlich zu sein, sollten wir uns aufmerksam umsehen, besonders auf die weltweiten Zeichen der Zeit, und uns auf die Errichtung des Reiches Gottes in seiner ganzen Fülle freuen. Wie sollen wir dann unsere Zeit verbringen? Nicht mit Feiern und Fressen, auf undisziplinierte ausgelassene Treffen einlassen, sondern mit V 36: Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt!

Wie sollen wir bereit sein? und…Was sollen wir suchen? Aufmerksam und mit beten.

Woher weißt du, wann der Sommer nahe ist? Manchmal ist es schwer bei jetziger Klimaveränderung dies genau zu sagen, besonders nach extrem trockenen und warmen Jahren! Aber zu Jesu Zeiten konnten die Menschen anhand der Zeichen der Natur erkennen, ob sich der Sommer näherte. Wenn die Blätter sprossen, wird es wärmer. Dann beobachten wir, dass der Sommer bald kommen wird. Jesus sagte seinen Nachfolgern, sie sollten in Vers 36 immer aufmerken. Worauf sie achten sollen, finden Sie in den Versen 25-27, 25: Und es werden Zeichen an der Sonne, am Mond und an den Sternen zu sehen sein. Und auf der Erde wird es Bedrängnis durch die Völker und viel Ratlosigkeit geben; das Brüllen des Meeres und der Wellen spricht von den Menschen, die um die Weltmeere wohnen. 26: Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. 27: Dann wird man den Menschensohn in einer Wolke kommen sehen, mit großer Kraft und Herrlichkeit.

Wir sollten uns besonders der jetzigen weltweiten Zeichen bewusst werden. Aber, wir sollten auch darauf achten, dass wir die Behauptungen, dass Jesus bald zurückkehren wird, nicht ohne weiteres von alten oder neuen Propheten einfach akzeptieren. Die Zeugen Jehovas, Adventisten, gewisse Brüderbewegungen, besonders Freikirchen, dispensationalistische Israelfreunde, Herold Camping (Family Radio), u.v.a. haben bisher falsche Vorhersagen über das zweite Kommen Jesu gemacht. Einige Christen sagen, dass das, was gerade heute in der Welt in der Weltpolitik, der Aufrüstung, die Eroberung des Mondes und des Mars, die weltweite Pandemie, diese Worte Jesu erfüllt und er bald zurückkehren wird. –

Wir können aber auch nicht sagen, dass Jesus nicht bald zurückkehren wird.

Sehen wir aber doch Zeichen dieser weltweit verbreiteten beängstigenden Ereignisse, von denen Jesus hier gesprochen hat? Wir müssen uns bewusst sein, dass wir in einer Welt leben, die den biblischen Gott abgelehnt hat, und dass es aufgrund der Feindseligkeit der Menschen Kriege überall gibt oder bevorstehen. Es gibt auch deshalb Naturkatastrophen, weil wir in einer Welt leben, die mit ihrem Schöpfer wegen ihre Sünde und Missachtung seiner Schöpfung im Kampf liegt. Außerdem leben wir in einer Internetkultur, in der wir Ereignisse auf der ganzen Welt live verfolgen können, und die großen Konzerne über unser Lebens- und Kaufverhalten schon genaue Kenntnis bekommen haben. Vor hundert Jahren wussten oftmals die Menschen nicht was im 10 km entfernten Dorf oder in den nahen Städten los war.

Markus 13:32 Wir sollten uns der Zeichen bewusst sein. Wir sollten aber auch darauf achten, dass wir die Behauptungen, dass Jesus bald zurückkehren wird, nicht ohne weiteres akzeptieren. Die Zeugen Jehovas und andere neue Propheten haben falsche Vorhersagen über das zweite Kommen Jesus gemacht haben. Einige Christen sagen, dass das, was heute in der Welt geschieht, diese Worte Jesu erfüllt und er bald zurückkehren wird.

Ich sage nicht, dass Jesus nicht bald zurückkehren wird. Aber sehen wir nicht alle die weit verbreiteten katastrophalen Ereignisse, von denen Jesus so deutlich gesprochen hat?

Markus 13:32 „Niemand weiß von diesem Tag oder dieser Stunde, nicht einmal die Engel im Himmel, noch der Sohn, sondern nur der Vater.

Deshalb sei auf der Hut! Sei wachsam! Du weißt nicht, wann diese Zeit kommen wird.“

Weil wir nicht wissen, wann Jesus zurückkehren wird, deshalb sollten wir jetzt wachsam sein und beten. Und gleichzeitig sollen wir uns auf diesen besonderen Tag freuen, denn unsere Erlösung und Ankunft des Herrn rückt Tag für Tag und Woche um Woche näher. Amen

Krippenspiel 2013

Predigt zum Tagesgebet: Gepriesener Herr! Du hast die gesamte Heilige Schrift uns zur Belehrung schreiben lassen. Schenke, dass wir sie so hören, überdenken und in unseren Herzen bewegen, dass wir durch die Geduld und den Trost Deines Wortes die selige Hoffnung des ewigen Lebens ergreifen und immer festhalten, die Du uns in Jesus Christus, unserem Erlöser, verliehen hast. Amen.

Lesungen: Altes Testament: Mal 3,19-24; Psalm: 50,1-6; Epistel: Röm 15,4-13; Evangelium: Lk 21,25-33

Download Predigt zum 2. Sonntag im Advent: Rö 15,4-13 BCP Advent 2