Predigten


IMG_0026

Download: Joh 06,1-15 kurz-x

Irdische Brötchen oder himmlisches Brot?

  1. 1. Irdische Brötchen – die wollen alle!  Joh 6,1-15

Ein bekannter Ausspruch lautet: Irgendwie muss ich mir ja meine Brötchen verdienen. Ja, es geht um Brötchen. Nach diesen Brötchen rufen die Menschen alle. Am liebsten frische und günstige Brötchen. Die einen kaufen sie bei Aldi und sind zufrieden, die anderen holen sie sich ofenwarm beim in aller Frühe beim örtlichen Bäcker, und andere lassen sich die Brötchen sonntagmorgens sogar vor die Haustüre stellen.

Auch heute Morgen geht es um Brötchen, doch zuerst um Gerstenbrötchen. Luther übersetzt auch schon mal mit „Kuchen“. Doch meistens war das damalige Brot rund und nur ca. 2,5 cm hoch. Ja, wie Pfannkuchen, nur etwas dicker. Und wer Pita kennt und legt da drei aufeinander und kommt diesem Brot damit schon sehr nahe. Vielleicht können wir nun auch verstehen, warum wir beim Abendmahl die Oblate, das kleine runde Abbild des israelitischen Brotes benutzen.

Stimmt es nicht, dass jeder seine Brötchen sich verdienen muss und jeder hinter seinen Brötchen her sein muss?

Der Landwirt, die Erzieherinnen, die Wirtschaftsmanager und die Politiker. Alle wollen einen guten Job behalten, um die eigenen Brötchen regelmäßig genießen.

Solche Brötchen wollen sie doch alle. Und Jesus würden sie dann auch dazunehmen, wenn er ihre Wünsche erfüllte. Und sie würden ihn auch alle als ihren Chef, auch Parteivorsitzenden oder Bundeskanzler wählen, wenn sie nur immer ihre Brötchen bekämen. Und eigentliche wäre es ihnen „piepe schnurz egal“, wer Er auch wäre, und welch ein Amt er innehätte. Hauptsache, er wäre für immer ihr Brötchenkönig. Sie würden ihn dann auch immer wählen und ihm ewig zujubeln. Na klar, alle würden auch fromm jubeln? Doch nur, dass ihre Kasse stimmt.

Unsere Geschichte hier spricht von großen Menschenmassen, die sensations-hungrig hinter Jesus herliefen. Diese hatten viele Heilungswunder gesehen und waren in Hoffnung auf größere Dinge. Und das Unglaubliche ist, dass Jesus sich ihnen gefügig macht und ihrem fleischlichen Willen nachkommt. Ja, Jesus kommt den Menschen oft auch in ihren Bedürfnissen und Wünschen ein Stück entgegen. Doch darin will Er sie und ihre echten Nachfolger prüfen.

Doch wir sind noch immer bei den 5000 gespeisten Männern. Was war ihr wirkliches Motiv, warum folgten sie Jesus nach? Ging es ihnen um das himmlische Brot oder nur um einen vollen Bauch mit irdische Brötchen?

Kurze Zeit später, schon am nächsten Tag, treffen die Menschen wieder bei Jesus ein. Und Er sagt ihnen auf den Kopf zu, warum sie Ihm nachfolgen:

6,25-27 Und als sie ihn fanden am andern Ufer des Sees, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hergekommen? Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von dem Brot gegessen habt und satt geworden seid. Schafft euch Speise, die nicht vergänglich ist, sondern die bleibt zum ewigen Leben. Die wird euch der Menschensohn geben;

Doch diese unvergängliche Speise suchten sie nicht. Nein, sie wollten nur ihre irdischen Brötchen verzehren. Denn sie verstanden selbst nach seiner erklärenden Rede nicht, dass Er vom unvergänglichen Himmelsbrot gesprochen hatte. Und gerade aus diesem Grund hatte Er sie auch mit irdischen Brot gesättigt. Dieses irdische Brot, wie damals das Manna in der Wüste, es sollte auf das himmlische Brot, das himmlische Manna hinweisen. Doch dieses Himmelsbrot wollten sie nicht annehmen. Sie wollten nur einen Brötchenkönig, der sie irdisch zufrieden stellen würde:

V 34 Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit solches Brot.

Auch heute gibt es viele Menschen, die sagen: Wenn Du unsere irdischen Bedürfnisse befriedigst, dann wollen wir dein Fan werden, wir gehen auch mal in die Kirche oder zu christlichen Veranstaltungen. Doch in Wirklichkeit zimmern sie sich ihren eigenen Jesus zurecht, den sie aber nicht in der Bibel finden. Es ist ein Art Götzen-Jesus zur Befriedigung ihrer eigenen Bedürfnisse, ein Wohlfühl- und Sicherheits-Jesus.

Doch deshalb war Jesus nicht vom Vater gesandt. Er kam nicht, damit an erster Stelle unsere Brötchen stimmen, damit wir zufrieden sind, damit alle unsere Bedürfnisse gestillt werden. Er kam, um uns ein anderes Brot zu geben. Das Brot des Lebens.

35 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.

 

  1. Himmlisches Brot – für Berufene

Und dieses Brot bot Jesus auch jenen an, die nicht jeden Tag ihre Brötchen erhielten, und zusätzlich noch durch schwierige Zeiten gehen mussten. Er bot es jenen an, die wie Matthäus und Zachäus ihren guten Arbeitsplatz um des Reiches Gottes aufgaben, die nichts mehr mit schwarzen Kassen und Schmiergeld zu tun haben wollten und die auf ihre guten Brötchen um Jesu Willen verzichteten. Er bot dies unvergängliche Brot jenen an, die ihren sicheren Job im eigenen Fischereiboot aufgaben und die mit Familie ohne sichere Brötchen einer ungewissen Zukunft entgegengingen, weil sie zuerst auf das Brot des Lebens setzten.

Es waren nicht die vielen, die sich für ihn entschieden hatten, wie die Menge der 5.000 Männer (das waren ca. 20.000 Männer und Frauen mit Kindern insgesamt), sondern, die Er berufen hatte und der Vater gezogen hatte. Und so sind es auch möglicherweise nicht die 10.000ten, die sich bei Großevangelisationen wie bei B. Graham oder ProChrist entschieden haben sollen, die bei Jesus bleiben werden, sondern vielleicht sind es am Ende nur noch 5%, aber Gezogene vom Vater. Denn nur alles, was sein Vater durch Glauben zieht, das kommt zu Ihm. Zum Schluss blieben selbst bei Jesus nur noch einige Wenige übrig. Diese waren aber solche mit der echten Jesuserkenntnis. 65 Und Jesus sprach: Darum habe ich euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn vom Vater gegeben.

 66 Von da an wandten sich viele seiner Jünger ab und gingen hinfort nicht mehr mit ihm.

Zurück blieben dann noch die Zwölf, von denen einer selbst keine Christuserkenntnis besaß, nämlich Judas. Auch dem ging es immer nur an erster Stelle um den Beutel, um das liebe Geld, zuerst um seine Brötchen und noch einmal um seine eigenen Brötchen (denn er war ein Dieb). Das Brot aber, dass die 11 Jünger gegessen hatten und wir selber essen sollen, nämlich Jesus ins Leben aufnehmen, das führte sie und auch uns zum ewigen Leben. Dann, wenn wir ihn wie Essen in unser Leben aufnehmen

Doch müssen wir wissen, um welches Brot es sich handelt: 45-56 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken.

Denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm.

Jesus sprach aber nicht vom irdischen Brot, sondern von sich selbst, von seinem Sterben für uns, von seinem stellvertretenden Opfertod am Kreuz für uns. Er sprach nicht vom irdischen Brot, sondern vom geistlichen Brot, unserer himmlischen Speise. Jesus ist das wirkliche Brot, das gebrochene Brot und der gebrochene Leib. Dies fasse wer kann. Und es ist der Geist Gottes, der das Wort Jesu für uns lebendig macht: Er öffnet das Geheimnis des wahren Brotes:  Und Petrus spricht für alle 11 Jünger und für alle Gläubigen.

Du hast Worte des ewigen Lebens, und wir haben geglaubt und erkannt, dass du bist der Heilige Gottes!

Nur dies ist die rechte Christus-erkenntnis: Jesus ist mit dieser Aussage des Petrus für ihn kein selbst gebastelter Götze für eigene Bedürfnisse, sondern Er ist für ihn der Heilige Gott selbst. – Ist dies auch dein Bekenntnis? Ist er für dich der Heilige Gottes? Wenn ja, dann solltest du auch immer wieder vom gebrochen Brot und vom wahren Leib Christi im Glauben essen, damit Er in dir und du in ihm bleibst – zum ewigen Leben. Amen.

http://www.bischof.meyer@rekd.de

 

Advertisements
Brot und Wein
Melchisedek / Christus Brot und Wein – Erquickung zum Leben

In Russland und anderen Ostländern werden Staatsmänner oder auch Touristen oft in Landestracht und mit Brot und Salz begrüßt. Hier in unserem Bibeltext begrüßt und erquickt ein König einen Fremdling mit Brot und Wein.

Gen 14, 17-24.  Melchisedek: Christus und unsere Beziehung zu ihm, Brot & Wein und unsere Dankbarkeit (Zehnten ?)

Hier im angeführten Abschnitt der Bibel wird die Erscheinung Melchisedeks zum ersten Mal erwähnt. Danach nur noch in Psalm 110, 4.

Der HERR hat geschworen und es wird ihn nicht gereuen: »Du bist ein Priester ewiglich nach der Weise Melchisedeks  – und später noch einmal im NT im Hebräerbrief in Kapitel 7.  Dies ist die Grundlage für eines der wichtigsten Themen der christlichen Theologie. Hier wird das ewig wirksame Hohepriestertum Christi beschrieben.

In dem allgemeinen priesterlichen Dienst und der Verwaltung Gottes bestimmt das Wesen des Priesters deutlich die Art seines priesterlichen Dienstes (vgl. Hebr 7,26-28).

26 Ein solcher Hohepriester ziemte sich in der Tat für uns: einer, der heilig ist, frei vom Bösen, makellos, abgesondert von den Sündern und erhöht über die Himmel; 27 einer, der es nicht Tag für Tag nötig hat, wie die Hohepriester zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen und dann für die des Volkes; denn das hat er ein für allemal getan, als er sich selbst dargebracht hat. 

28 Das Gesetz nämlich macht Menschen zu Hohepriestern, die der Schwachheit unterworfen sind; das Wort des Eides aber, der später als das Gesetz kam, setzt den Sohn ein, der auf ewig vollendet ist.

Deshalb beginnt die Abhandlung über Melchisedek in Hebr. 7 mit einer ausführlichen Diskussion über seinen Titel und seine Namen. Melchisedek bedeutet „König der Gerechtigkeit“ und „König von Salem“ d.h. „König des Friedens“. Die Bedeutung und der Hinweis hier besteht darin, dass Melchisedek kein anderer als Gott selbst ist, Christus im AT- ein weiteres Beispiel für die vielen Theophanien, (bevor Christus ins Fleisch kam) als Gotteserscheinungen des Sohnes im AT. Diese beiden Namen werden nirgendwo im AT für einen Einzelkönig oder einzelnen Priester verwendet. Sie werden aber prophetisch auf den Messias in seiner endzeitlichen Herrschaft auf den ewigen Priesterkönig angewandt: „Der Herr, unsere Gerechtigkeit“ ‚Adonay [yhvh] ​​zidqenu) in Jer 23,6 und „Prinz des Friedens“ (shar-shalom) in Jes 9,6.  Diese Identifizierung von Melchisedek mit Gott erklärt, warum Abram Melchisedeks Überlegenheit sofort anerkannte – und zwar nicht nur aus gesellschaftlichem Respekt und damaliger Knigge – sondern, dies war Abrams Ausdruck seines Glaubens und seiner göttlichen Verehrung. Abram glaubte und erfuhr in seinem ganzen Leben, dass er gesegnet war.  Gewöhnlich aber segnete der Größere. Denn nach der Schrift wird „der Kleinere vom Größeren gesegnet“.

Diesen Segen aber empfängt Abraham durch Melchisedek, als dieser ihm nach der gelungenen Schlacht seines Lebens Brot und Wein herausbringt. Dies ist deutlich ein Vorbild auf unseren Herrn Jesus Christus, der uns unter Brot und Wein sein Leben und seine Erlösung bringt. Das ist die wirkliche Erquickung und Stärkung für unser irdisches und ewiges Leben. (AGB S. 509 …STÄRKE EUCH in allem Guten …). Dies sollten wir wöchentlich – wie in der Frühen Kirche – empfangen und uns für die neue Woche stärken lassen. Brot des Himmels und Kelch des Heils.  – Christi Leib für dich gegeben, Christi Blut für dich vergossen. Und dies ist der wirkliche und wichtigste Segen: DieTeil- habe an der Erlösung zum ewigen Leben.

Hebr 7,7   Zweifellos wird aber immer das Geringere vom Höheren gesegnet.

Abram antwortete als Gesegneter, dass er Melchisedek seinen Zehnten gab. Das ist die wirkliche Antwort auf Gottes Segen in unserem Leben. Denn wenn wir alles von ihm erhalten, dann sollten auch den „vollen Zehnten“ in das Kornhaus Gottes bringen. Wir entscheiden, rechnen, überschlagen, teilen ein, geben unseren Zehnten zuerst Gott durch die Gemeinde. Denn es liegt doch nur am Einteilen unserer Kraft und unseres Geldes für den jeweiligen Monat. Aber ohne Überschlagen der Kosten, bleibt doch nichts für Gott übrig. Kann er uns dann segnen wie Abraham?

Im ganzen AT wird besonders in den Gottesdiensten immer wieder das Geben des Zehnten dargestellt wurde.

Das Volk unterstützt mit dem Zehnten die Leviten, die kein Land besaßen, aber dem Volk Gott dienten. Die Leviten wiederum geben von diesem Zehnten auch wieder ihren Zehnten allen Priestern. Die Priester wiederum geben den Zehnten dem Hohenpriester.

In gleicher Weise handhaben wir dies in unserer Anglikanischen Kirche / REC. Gläubige und Freunde werden ermutigt ihren Zehnten oder Teil des Zehnten an die Ortsgemeinde zu geben, von dem dann die Kosten für die Unterhaltung des „Gebetshauses“, die Verwaltung, Fahrten und Gehalt des Priesters / Pfarrers bezahlt werden können. Im November müssen wir wieder ein Gemeindebudget für das Jahr 2018 aufstellen. Da sollten wir dies vor Gott bringen, darüber beten, wieviel wir jeden Monat der Gemeinde vor Ort geben können. Denn wer einen Turm oder eine Gemeinde bauen und unterhalten will, der überschlage die Kosten.

Die Bedeutung von Melchisedeks Gottheit wird ferner in Hebr 7 durch den Gegensatz in Hebr 7,8 zwischen dem Einnehmen des Zehnten durch die Leviten, die „sterbliche Menschen“ sind, und dem Empfangen des Zehnten durch Melchisedek, der „weiterlebt und unsterblich“ ist, nämlich Christus.

Die Aussage in Hebr 7,3, dass Melchisedek für „immer ein Priester bleibt“ weist auch darauf hin, dass er weiterhin auch im NT den Zehnten empfangen soll als praktische Ehrung.  – Wenn Jesus „als Hohepriester“ für immer fortlebt (Hbr 7,24 + Gen 14,18) – und es kann doch nur einen Hohenpriester geben – wie kann dann von Melchisedek in Gen 14, gesagt werden, dass er als „ein Priester ewig bleibt, (Präsens-Gegenwart) 7,3), es sei denn das ist niemand anderes als Jesus Christus der große Hohepriester aller Gläubigen? Deshalb ist Christus unser König und Hoherpriester, und ihm allein gebührt die Ehrung mit unserem Leben, Worten, Begabungen, Besitz und auch Finanzen.

Eine kleine Anzahl von Juden vor der ersten Ankunft Christi, die sich auf den hebräischen Schriften gründeten, glaubten tatsächlich, dass Melchisedek kein anderer als Gott selbst war, in menschlicher Gestalt, eines Menschen. Er würde nicht nur für den Rest Israels kommen, sondern auch derjenige sein, der am Ende dieses Zeitalters vor der Errichtung des Reiches Gottes auf Erden das letzte Gericht über die Bösen führen wird. Diesen Glauben finden wir bereits im 1. Jahrhundert vor Christus und kann aus den Schriftrollen vom Toten Meer ersehen werden. Wollen wir uns Brot und Wein als Teilhabe an der Erlösung geben lassen und Christus dankbar unseren Zehnten geben.  Bf. + G. M

ROGATE

Gebet für geistliche Frucht im persönlichen Leben

Predigt zum Download oder lesenHes14,1-11

Idole im Herzen, hört mich dann Gott?

V 1-5 Unbekehrt zu Gott kommen?

Der Prophet Hesekiel stammt aus einem Priestergeschlecht und wurde mit dem Südreich, Jerusalem und Juda 597 v. Chr. in die babylonische Gefangenschaft geführt. Dort in Tel-Abib, am Eufratkanal wurde er in jungen Jahren zum Propheten für die Verschleppten berufen. Nach der vollkommenen Zerstörung Jerusalems in 586 verkündet er Gottes Eingreifen, die zukünftige Rückkehr Israels und den neuen Aufbau des Tempels.

In unserem Abschnitt besuchen ihn Älteste der Exilanten. Diese wohnen schon eine lange Zeit in Babylon, haben die Abgötter, Götzen, Bauwerke und Weisheitslehren ihrer Unterdrücker täglich vor Augen. Sie haben sich bereits ein gutes Stück angepasst, um zu überleben. Wenn es hier um Götzen geht, sind damit widergöttliche Bindungen gemeint. Götzen sind Idole, fest sitzende Gedanken im Herzen, die das Leben von Menschen bestimmen. Diese Leiter hatten jene Idole in ihr Herz geschlossen und auch vor sich als Abbild aufgestellt. So sind sie in Schuld gefallen, haben gesündigt.

Anw. In unserer heutigen Zeit kann dies auch König Fußball sein, dem viele Menschen ihr Herz, ihre Begeisterung, ihr Ein und Alles geben. Es können auch Abhängigkeiten von Elektronik, beständigem Internet, Spielsucht oder andere im Herzen verborgenen Idole sein, die unser Denken fest bestimmen.

Diese jüdischen Ältesten kamen mit vielen widergöttlichen Bindungen Babylons zum Propheten, setzen sich vor ihn und wollten ein Orakel, eine Prophezeiung, von dem wahren Gott zusätzlich zu ihrem von Idolen bestimmten Leben erhalten. Genau hier erhält der Prophet von Gott Jahwe die Einsicht, dass diese Leiter geteilten Herzens sind und zusätzlich andere Götter neben ihrem Bundesgott verehren.

Anw. Wissen wir nicht um Mt 6,24? Niemand kann zwei oder mehr Herren dienen. Entweder wird er den einen hassen oder den anderen lieben. Entweder er wird an dem einen hängen und den anderen verachten! Es gibt nur den einen, Gott –  Jahwe! Doch da gab es ein Problem: Die damalige synkretistische Umwelt, in der Religionen und Philosophien vermischt wurden. Sollte der Prophet solchen Menschen den Willen Gottes für ihr Leben und ihre Zukunft sagen? Dazu sagt Gott: Nein! Denn Gottes Angesicht steht gegen solche, die ihr Herz mit anderen Idolen als nur mit dem lebendigen Gott gefüllt haben. Deshalb verbietet es Gott Hesekiel, ihnen zu antworten, weil Gott andernfalls selbst den Propheten richten würde. Damit kündet Gott durch Hesekiel für diese Leiter ein exemplarisches Gericht an. Der Prophet soll ihnen so antworten: Wenn ihr weiter Liebe und Liga mit den Götzen macht, im Bund mit Idolen steht, und so Gott in eurer Scheinheiligkeit befragt, dann wird er euch richten nach eurer tatsächlichen Missetat und nicht nach eurer angeblichen halbherzigen Frömmigkeit. Ihr heuchelnden Ältesten werdet aus dem Gottesvolk ausgemerzt werden. Dadurch soll jedoch ein warnendes Beispiel geschaffen werden, damit die Gemeinschaft des Volkes im Exil reformiert und erneuert werden kann. Das soll bewirken, dass das  Haus Israel nicht mehr von Gott weg in die Irre laufen soll. Sie sollen sich wieder an das erste Gebot halten und nur den einen Bundes-Gott in ihr Herz schließen und sich ausschließlich nur an ihn hängen. V 11.

So soll das gesamte Volk Gottes von solch einer Religions- und Gottesvermischung abgeschreckt werden. Und das gilt nicht nur für damals.

Anw. Auch heute im Blick auf einen sich immer vergrößernden Pluralismus und Toleranz scheint es äußerst attraktiv und modern zu sein, sich offen für alle Meinungen, offen für alle vermeintlichen Wahrheiten und offen für einen anders bezeichneten Gott oder Naturgötter zu zeigen. Meinen diese wirklich alle den einen Gott der Erzväter und Jesu Christi?  – Wir werden aber durch Hesekiel gewarnt, auch heute keine Glaubensvermischung zu betreiben. Wir können nicht den Vater unseres Herrn Jesus Christus anbeten und gleichzeitig Allah, dessen sogenannter Prophet Mohammed Jesus Christus als den Sohn Gottes leugnet.

Die Wahrheit besteht aber darin, wenn wir mehr und mehr uns in die Wahrheit der Heiligen Schrift und dem Wesen Gottes und seinem Heils vertiefen, werden wir herausfinden, dass es unvereinbar ist, gleichzeitig einer anderen Religion oder mehreren Glaubensrichtungen anzugehören.

Hören wir auf Jesus, der so zu seinen Jüngern und zu uns spricht: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater, denn durch mich. Dies ist der Auschließlichkeitanspruch des wirklichen Christentums, und dafür stehen wir als Kirche. Auch dann gilt dies noch, wenn wir als intolerant oder fundamental angesehen werden. Es gibt in keinem anderen Heil und Rettung als nur im Namen Jesu Christi, des Sohnes Gottes.

V 6-11 Deshalb bekehrt euch

Nun aber haben wir das Problem. Die Leiter des Volkes sitzen mit unbekehrten Herzen in Hesekiels Haus vor dem Propheten und erhalten nur eine Gerichtsbotschaft. Solche Menschen mit Götzen, Idolen in ihren Herzen, mit festsitzenden Gedanken, die gegen Gottes Willen und Wesen sind, sie erhalten keinen Antwort für die Richtung ihres Lebens, außer, dass sie wegen ihrer Schuld von Gottesvolk ausgemerzt werden sollen, wenn sie sich nicht bekehren.

Anw. Kennen wir auch solche nachfolgenden Aussagen von Menschen, die einen Gottesdienst besuchen wie?

Ich habe meine eigenen festen Gedanken im Herzen, lasse mir im Gottesdienst zusätzlich von Gott Empfehlungen geben, die ich aber meistens gleich wieder vergesse.

Ich frage schon nach dem Willen Gottes, aber mein Herz ist immer geteilt.

Ich gehe zwar in den Gottesdienst, aber ich will mein Leben wie bisher weiter leben.

Eigentlich komme ich zum Gottesdienst ohne Erwartungen, einfach nur, um hinterher zu reden und zu brunschen.

Ich schalte mit Beginn der Predigt ab, weil mich das nicht interessiert, ich mich nicht ändern will.

Eigentlich sitze ich freudlos und unbeteiligt im Gottesdienst, weil nur die Freude der Welt mein verspanntes Gesicht noch zum Lachen bringen kann.

Ich fühle mich schon wohl unter Christen, doch bin ich nicht bereit, das Kreuz Jesu zu tragen.

Ich möchte schon, dass das Licht des Evangeliums mich erwärmt, bin selbst aber nicht bereit, als Fackel zu leuchten und zu verbrennen.

Anw. Wird Gott denn uns, wenn wir mit ähnlichen Einstellungen zum Gottesdienst kommen, Weisung für unser Leben geben? Kann er das überhaupt? Kann es sein, dass wir mit solchen Einstellungen erkennen müssen, dass wir uns wie die Ältesten von Israel von unseren neuen Idolen abwenden und uns zu Gott durch unseren Herrn Jesus Christus bekehren müssen?

Hier wird angedeutet, dass z.Z. Hesekiels und auch heute, Menschen mehr ihre Idole lieben, ihre widergöttlichen Bindungen weiter pflegen wollen. Sie sprechen und leben nach ihrem idolengeprägten Herzens. Können denn solche Menschen Frieden in ihrem Herzen finden, die zweigeteilten Herzens sind, wenn sie weiter Feindschaft gegen Gott betreiben?

Der Rat, der allen aber zur Verhinderung dieses furchtbaren Verhängnisses in Vers 6 gegeben wird heißt. Kehrt um von euren Götzen. Kehrt euch weg von den Gräueln, von denen ihr krank geworden seid; und dann erst werdet ihr willkommen sein, den Herrn zu befragen.

Wollen wir unser Herz von eigenen Idolen leeren, uns ganz zu Jesus und dem einzigen Weg bekehren, Jesus ungeteilt  in unser Herz aufnehmen.        

 Erst dann wird uns mit Vers 11 verheißen: Du wirst mein Kind und ich dein Gott sein. Dann sollst du zu meinem Volk gehören und ich will Dein Gott sein, den du auch immer für Dein Leben befragen kannst.

 Bischof.Meyer@rekd.de

Download:  Predigt zum Ostergebet und Schriftlesungen

Auferstehung Ikone Moskau

Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!

In unserer Welt des Terrorismus (Paris und Brüssel) und der Kriege (Afghanistan – Syrien), der Unsicherheit und Verzweiflung scheint es sehr schwer, eine Hoffnung auf die Ewigkeit aufrecht zu erhalten.

Unser Glaube ist aber eine Grundlegung dessen, was man erhofft und der Beweise für die Dinge, die man nicht sieht! Hebr. 11,1 (ZÜB)

Unser christlicher Glaube gemäß dem apostolischen Glaubensbekenntnis ist die objektive Grundlage und Basis dafür, dass Christus auferstanden ist und wir uns selbst daran festhalten können. Wir werden wie Christus auferstehen! Er hat mit Ostern die Tür zum Paradies wieder aufgestoßen.

Doch viele, sehr viele Menschen, kennen weder diese Hoffnung, noch wissen sie, was der nächste Tag ihnen bringen wird.

Als Christen und Nachfolger Jesu haben wir einen ganz anderen Status. Auch wir kennen Sorgen und Probleme. Aber wir wissen, dass er uns darin vorangeht und wir unserem Heiland und Erlöser in diesen hindurch folgen können. Er ist selbst durch den Tod hindurch gegangen und hat ein unvergängliches herrliches Leben ans Licht gebracht. Und das ist unser Evangelium, dem wir folgen.

Nun wurde er von den Toten auferweckt. Nun sitzt er zur rechten Hand Gottes, des Vaters, und betet allezeit für uns, damit dieser Glaube und diese Hoffnung uns bereits hier den Sieg gibt.

Christ ist erstanden, nichts liegt mehr im Grab!

Christ ist erstanden, die Engel sie jauchzen!

Christ ist erstanden, Dämonen sie fliehen!

Christ ist erstanden, kein Weltherrscher mehr!

Christ ist erstanden, und regieren tut er!

Christ ist erstanden, Er ist mein Herr!

Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!

Fußwaschung3

Predigt am Gründonnerstag in der Christuskapelle

zur Einsetzung des Heiligen Abendmahls mit 
gleichzeitiger Fußwaschung einer Christin.

Die Fußwaschung, ein Beispiel für den Umgang mit unvollkommen und zurückgefallenen Mitchristen Joh 13,1-12

Download: joh13 Demutsdienst

Krippenspiel 2013

Predigt zum Tagesgebet: Gepriesener Herr! Du hast die gesamte Heilige Schrift uns zur Belehrung schreiben lassen. Schenke, dass wir sie so hören, überdenken und in unseren Herzen bewegen, dass wir durch die Geduld und den Trost Deines Wortes die selige Hoffnung des ewigen Lebens ergreifen und immer festhalten, die Du uns in Jesus Christus, unserem Erlöser, verliehen hast. Amen.

Lesungen: Altes Testament: Mal 3,19-24; Psalm: 50,1-6; Epistel: Röm 15,4-13; Evangelium: Lk 21,25-33

Download Predigt zum 2. Sonntag im Advent: Rö 15,4-13 BCP Advent 2

Die Gottesbeziehung

 

Kurzbotschaft

zur Jahresgemeindestunde:

Zum Download  unten anklicken:

Freundschaft mit Gott

Nächste Seite »