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Herzstein

 

Letzter Sonntag nach Trinitatis 

Gottesdienst zum letzten Sonntag im Kirchenjahr. (Predigt Bischof Meyer)

Mit welchen Erwartungen gehen wir in das Kirchenjahr, mit welchen in das politische weltliche Jahr? Wird es noch vor Weihnachten eine neue handlungsfähige Regierung in Berlin geben.  Hat diese dann die Kraft, den Willen unseres Volkes umzusetzen?

Wie sieht es jedoch mit dem Willen des gläubigen Christenvolkes in Deutschland aus?

Die katholischen Gläubigen feiern den letzten Sonntag im Jahr als Christkönigssonntag, die evangelischen Christen meist als Ewigkeitssonntag. Beide Bezeichnungen haben einen Bezug zueinander jedoch mit etwas anderer Betonung.

Als Anglikaner,  (die in der Mitte  – als Brückenkirche) benutzen wir zwar die gleichen alten evangelischen Lesungen, nennen diesen Sonntag aber: „ Erweckungs-Sonntag! Oder Wach-auf-Sonntag! Genauer: „Entzünde –unsern Willen-Sonntag“ .

Dies hat mit unserer besonderen Kollekte – oder Tagesgebet für diesen letzten Sonntag im Kirchenjahr zu tun.

Wir bitten dich, o Herr, erwecke den Willen Deines gläubigen Volkes, dass es – reichlich Früchte guter Werke bringend – von Dir reichlich dafür belohnt werde. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

 

Dieses Gebet stammt ursprünglich aus dem Sakramentar von Papst Gregor einer Sammlung von Gebeten für gottesdienstliche Feiern aus dem 6.-7. Jahrhundert.

Es ist ein Gebet, das hier eine Verbindung zu den kommenden vier Adventssonntagen und deren Gebeten herstellt.  Der im Englischen bekannte Name heißt auch „Stirr up Sonntag“, und erinnert an die Tradition, den englischen Weihnachtspudding nun zu beginnen und ihn in den nächsten Tagen durch die Familienan-gehörige vorbereiten lassen, indem sie sich in den kommenden Tagen im Rühren des Puddings dabei abwechseln.

Sollte nicht unser Leben solch ein Pudding sein, in dem besonders Gott (und auch andere beauftragte Gläubige) abwechselnd unser Leben umrühren sollten, damit der rechte Lebenspudding entsteht?  Wie aber soll dies geschehen? Lässt Du Dich von deinem Hirten, Pastor oder auch Bischof bewegen, dass ein guter Lebenskuchen bei dir entsteht?

Unser Gebet besteht aus drei Punkten:

Gott soll:

  1. Den Willen des gläubigen Volkes erwecken – oder entzünden.
  1. Als Ergebnis soll reichlich Frucht entstehen.
  2. Wir sollen reichlich belohnt werden.

 

Nun sagen wir: „Des „Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Gewöhnlich alles, was der Mensch vornimmt, das erreicht er auch. Aber, was er nicht will – keinen Bock draufhat – das bleibt liegen. So war es auch mit dem alten Gottesvolk. Die meisten blieben ungläubig und erreichten nicht das gelobte Land, damals und auch später waren sie immer rebellisch und taten ihren eigenen Willen, obwohl sie Gott anrührte, erwecken wollte. So heißt es auch, wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Und weiter: Aber, sie haben nicht gewollt. Doch dann hören wir von den 10 Aussätzigen, dass nur ein Samariter erweckt wurde , zurückkam und Jesus dankte, dass nur Zachäus sich vom stolzen Baum herabrufen ließ, dass allein Paulus vom hohen Ross fiel und seinen Willen Gottes Willen unterordnete.

Die heutige Evangeliumslesung spricht von den fünf gläubigen und willigen Jungfrauen. Ihr Wille war bereit, dieser hatte vorgeplant, und sie ließen sich erwecken. Dieser Erweckungs-Sonntag“ ist ein Weckruf an deinen Willen. Wozu? Dies und keine andere ist eine echte Erweckung. Auch von Christus hören wir es vorbildhaft was beständige Erweckung ist: Vater, deinen Willen tue ich gern, dein Wort habe ich in meinem Herzen. – Weiter: Gott schafft das Wollen und Vollbringen. Er kann dich gerade in dieser Jahres- oder Lebenszeit erwecken, anzünden und dein Leben endlich total umrühren. Er sagt: Gib mir mein Sohn, meine Tochter dein Herz. Das ist der Sitz deines Willens. Gott will deinen Willen erwecken. Du kannst zwar sagen: Ok. Wie beim Wecker Ich habe ihn gehört! Aber, ich drehe mich nochmals um im Lebensbett. Oder drücke noch mal die Taste, drücke Ihn einfach ab. Damit bleibst du unerweckt. Doch Gott will uns erwecken und entzünden, nicht kurzfristig unsere Emotionen, sondern zuerst unseren Willen. Bist du bereit geistlich aufzustehen?

Wozu auch?

Zu 2. Als Ergebnis soll reichlich Frucht entstehen.

Das Christenleben ist kein bloßes Gedankenspiel, sondern etwas Handfestes. Die Frucht entsteht bei den Gläubigen nicht so sehr in ihren Gedanken, in ihren Gefühlen, Eindrücken, noch in ihrer Begeisterung und Worten, sondern als Frucht werden ihre guten Werke bezeichnet. Also es soll etwas Sichtbares und Anfassbares entstehen. Zuhause, bei Verwandtschaft, Schule und Arbeitsplatz.

Bei uns selbst, für die Christus sein bestes Werk am Kreuz vollbracht hat. –  Schmerzlich und anfassbar – hier sollen aus Glauben und Dankbarkeit Frucht entstehen. Einmal ist das die Frucht des Geistes, der Charakter Christi in uns (Gal 5,22), und dann die guten Werke als Ergebnis. Das sind Liebestaten, weil Er uns zuerst geliebt hat. Darauf schaut doch unser Herr!

Die bösen Werke aus dem Fleisch, die sind erfassbar wie Streit, Unzucht, Feindschaft, Götzendienst, Unsittlichkeit, Trink- und Fressgelage. Dies ist das Gegenteil. Wollen wir uns jedoch entzünden lassen zu den göttlichen Liebeswerken, gerade in einer Zeit, wo es dunkler wird, wo unsere Weltregierungen Tausende Milliarden Schulden anhäufen, wo Krisen, Stürme, Hoffnungslosigkeit und Unsicherheit sich breitmacht. Da lasst uns einander und anderen Hilfsbedürftigen helfen, je nach unserem Vermögen. Also praktisch:  Alte, Kranke, Gefangene und Asylsuchente besuchen, helfen, die eigene Ortsgemeinde regelmäßig und in ihrer Evangelisation unterstützen, besonders aber die Liebeswerke Zuhause und bei unseren Nächsten tun, helfen, ohne aufs Geld oder die eigene Zeit zu sehen.

Zu welcher neuen Einstellung, Hilfe und welchem Einsatz, welchem Gutes tun, lässt du deinen Willen entzünden? Dann aber folgt:

Zu 3. Wir sollen reichlich belohnt werden.

Ist es denn unchristlich auf Lohn oder Ehrung zu hoffen? Nein. Es ist gerade notwendig, dass wir wissen, unser Handeln aus Liebe ist nicht sinnlos, sondern es hat einen Ewigkeitswert. Es ist gerade biblisch und von Gott gewollt das wir auch auf die Belohnung von Gott schauen.

Abraham wartete auf die Stadt mit ewigen Grundmauern im Himmel, Sarah auf die Verheißung ihres Sohnes, Nachkommen, wie Sterne am Himmel zu besitzen.

Mose hielt die Schmach des Messias für einen größeren Reichtum als die Schätze Ägyptens; denn er dachte an den zukünftigen Lohn.

Denken wir an alle die Gleichnisse Jesu, die von Belohnung sprechen, auch an die Worte des Paulus, dass unser Lohn im Himmel ist, dass wir Kronen empfangen werden, und wie Daniel bemerkte, dass einige Lehrer glänzen werden wie des Himmels Glanz.

Wollen wir auf die Verheißung Gottes schauen, dass wir reich belohnt werden sollen. Dass dies uns dann auch motiviert, reich zu werden an Liebeswerken, das ist doch klar.

Doch vorrangig gilt für uns, dass Gott unseren guten Willen entzündet, besonders am letzten Sonntag im Kirchenjahr, damit wir im kommenden christlichen Jahr, dem Kirchenjahr viele sichtbare Früchte bringen, weil unser Wille durch den Heiligen Geist echt erweckt wurde. Das ist echte Erweckung.

Wollen wir den “Erweckungs-Sonntag“,

den „Entzünde- unseren Willen-Sonntag“ fest im Herzen behalten.

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Auferstehung Ikone Moskau

Gemeinsam dienen, um geistlich Gelähmte zu Jesus zu bringen

Unsere Geschichte finden wir bei Matthäus, Markus und Lukas 5,17-26 beschrieben.

Gelähmte Menschen und kleine Kinder haben viele Gemeinsamkeiten: Wenn sie ihre Begrenztheit und Hinfälligkeit erkannt haben, wissen sie, dass sie auf die Hilfe der anderen angewiesen sind. Beide erkennen ihre Schwäche und Hinfälligkeit. Sie sollen aber auch erkennen, dass sie nicht aus eigener Kraft zu Christus gelangen können. Deshalb sagt Jesus:

Lu 18,14+15 Lasset die Kinder und wehret ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solchen gehört das Himmelreich. Und er legte die Hände auf sie und zog von dort weiter.

Kinder müssen aber zu Jesus gebracht werden. Das ist unsere gemeinsame Aufgabe. Gerade bei Kindern und Gelähmten erkennen wir am deutlichsten das Prinzip der Gnade. Sie können sich selbst nicht das Heil aneignen, sie können durch keine eigene Anstrengung des Willens oder ihrer Entscheidungskraft zu Christus kommen. Sie sind hilflos und müssen gebracht. In unserem Falle wird der Gelähmte sogar von vier Freunden gebracht. Ziel ist körperliche und geistliche Heilung. Von diesem Gemeinschaftseinsatz können wir alle lernen. Nach der körperlichen Heilung geht es aber allein um die freie Gnade Gottes, die allen von Natur aus – für den Glauben Gelähmten – zugesprochen werden soll. Diese Teamarbeit für diese beiden körperlichen und geistlichen Gebiete wird von uns allen gefordert.

So sind wir dann in den verschiedenen christlichen Kirchen, auch als AKD Gemeinde, ja jeder Christ gefordert: Denn, wenn die für Gott gelähmten Menschen nicht alleine zu Christus kommen können, dann müssen zwei oder drei Personen für diese aktiv werden und wo notwendig, wie dies Viererteam, den geistlich Gelähmten finden und ihn zu Christus unter Sein Wort bringen. Lasst uns für solche kleine Tragbarenteams beten, solche Teams zusammenstellen, die sich um Menschen, Gelähmte bemühen, dass sie zu Christus gebracht werden. Die einen sollen zu Kinder-, den Jugendlichen- oder in Erwachsenenkreise gebracht werden, dann aber, wenn erlöst, auch am gemeinsamen Gottesdienst teilnehmen. Glauben wir wirklich, dass solche fernstehenden, nichtkirchlichen Gelähmten gebracht werden müssen? In Berlin und Hamburg gibt es schon mehr als 60% solcher, die nichts mehr mit der Kirche, dem christlichen Glauben zu tun haben. Wie viele aber von den übrigen sind aber noch nie von Christus berührt wurden?

Unser gemeinsames Dienen, für das wir heute beten wollen, wird sich in unseren Glauben und dann in der Praxis zeigen! Ob bei Evangelisationen oder Asylantenarbeit, bei Kinder- oder Campingmission, in Schule und Freizeitarbeit, beim Männertreff oder Frauenfrühstück. Wir sind aufgefordert durch unterschiedliche Methoden unsere heutige Missionsaufgaben wieder aufnehmen.

Es geht darum, die geistlich Gelähmten vor unserer Haustür, in unserem Ort und Kreis, zu finden und sie zu Christus zu bringen. Gelähmte schaffen es nicht, von sich aus zu kommen. Sie sollen von uns im gemeinsamen und stellvertretendem Glauben zu Christus gebracht werden. Wollen wir dies gemeinsam tun? Die Welt wird weltlicher werden. Christen verschwinden mehr und mehr aus unserer Gesellschaft. Das freudige gemeinsame Zeugnis fehlt heute mehr denn je. Dagegen breitet der Islam in Deutschland aus. Warum? Unsere Bundeskanzlerin ermutigte vor einiger Zeit:

Man darf Muslimen nicht vorwerfen, dass sie mit leuchtenden Augen über ihren Glauben sprechen, wir aber nicht in der Lage sind, mit noch leuchtenderen Augen von unserm Glauben zur reden … Sprechen Sie mit fröhlichem Herzen vom „C“. – Damit meinte sie nicht ihre Partei, sondern Christus.

  1. Hinderungsgründe im gemeinsamen Dienen

Der erste Hinderungsgrund in Mrk2,2 war die im Wege stehende Menschenmenge. Es sind oftmals Menschen, auch christliche, fromme oder verwandtschaftliche Beziehungen, die zur Seite geschoben oder sogar freundlich umgangen werden müssen. Es gibt immer Gründe, einen gemeinsamen Einsatz wegen Verwandtschaftsbeziehungen aufzugeben. Gerade die ganz nahstehenden Menschen stehen oft zwischen Christus und einem gelähmten Sünder. Diese Probleme sollten wir erkennen und kreativ bewältigen. So kann es zweitens sein, dass ein Dach oder besser eine Decke im Wege steht. Es sind manchmal ganz praktische und materiellen Dinge, die im Wege stehen: Keine Fahrtgelegenheit, kein Auto, keine Zeit, usw. wegen Familie und Arbeit, Finanzen, etc. Wir hören oft alle möglichen Argumente, warum etwas dazwischengekommen ist und bestimmte Personen nicht oder nicht mehr kommen können. Oftmals müssen wir einfach sagen: Wir kommen, wenn Du keine Gelegenheit hast und holen dich mit dem Auto ab, und bringe dich wieder nach Hause oder bezahlen Dir auch das Busticket.

3. Die letzten Widerstände im gemeinsamen Dienen, die finden wir jedoch unmittelbar in der Gegenwart Jesu: Da gibt es auch noch die Schriftgelehrten, die Gesetzeslehrer, die bibeltreuen Bibelkenner. Auch sie können ein Hindernis werden. Bei ihnen muss alles genau vorher geplant, aufgeschrieben und durchdacht sein. Es muss die rechte Schriftstelle benutzt werden, und außerdem muss alles noch etwas biblischer bedacht werden. Doch hört, auch übergenaue Bibeltreue können ein Hinderungsgrund sein, solche, die sich zu viele Sorgen um 150% Genauigkeit machen, vielleicht sich sogar dahinter verstecken, dass dann keine Zeit für den Dienst oder keine Begeisterung mehr dafür entsteht, Gelähmte zu Christus zu bringen. Doch Christus will keine Schriftgelehrten empfangen, sondern er will uns gebrauchen als Gelähmtenträger. Er wartet doch nur darauf, dass wir die Gelähmten zu ihm durch die Decke hinablassen. Deshalb, ist es oft besser, naiv im Glauben, ohne letzte Vorbereitungen zu sein und gegen alle christliche Knicke jemanden gemeinsam zu Christus zu bringen, als überhaupt nicht in Bewegung zu kommen. Der vertrauensvolle Eifer und der aktive Glaube ist für die christliche Gemeinde oft wichtiger als die beengte kleingläubige Manier, ob denn auch alles richtig vorbereitet sei. Lasst uns also alle Hindernisse der Menschenmenge, der Dächer und der Gesetzeslehrer im Glauben überwinden und unsere Gelähmten unter das Wort des Christus bringen.Auferstehung Ikone Moskau

  1. Das Ziel unseres gemeinsamen Betens und Dienens

Wenn nun die geistlich Gelähmten endlich vor Christus stehen, dann sollen sie trotz ihrer persönlich oft schweren Situation zuallererst die wichtigste und mutmachende Botschaft hören, ihr eigentlichstes Problem:

Meine Sohn, meine Tochter, fasse; Mut. Dir sind deine Übertretungen, die du gegen den Willen Gottes getan hast, deine Fehler vor Gott und Menschen, deine Schuld ist dir vergeben! Dies zu hören und zu erfassen bedarf schon Mut.

Doch die Schuld vor Gott und Menschen ist die Grundursache allen Übels und auch aller Trennungen in Familie, Gesellschaft und Kirche. Welch eine Ermutigung, wenn wir Vergebung zugesprochen bekommen: Deine Schuld ist vergeben, du bist mit Gott versöhnt, du hast Friede mit Gott. Die Ursache für deine Gelähmtheit und Haltlosigkeit ist von dir genommen. Ist dies nicht der größte Trost?

Dafür lasst uns gemeinsam beten, dafür lasst uns gemeinsam dienen, Gelähmte zu Christus zu bringen.

Und wenn Christus Dir heute alle Deine Schuld vergibt, Du ihm nachfolgst, dann reihe dich sofort in das Missionsteam ein, Deine Nächsten zu Christus zu bringen. Amen.

Fliegerdenkmal.jpg

Absturz Helikopter – „Banane“ Knüllköpfchen

Download: Elisabeth Thüringen Denkmal Predigt A5Fliegerdenkmal 

Denkmalpredigt am Fliegerdenkmal Knüll

Elisabeth von Thüringen war eine jüngere Zeitgenossin des Franz von Assisi. Beide verzichteten, obwohl reich geboren, auf ihre vergänglichen weltlichen Güter und ziehen sich zurück in vollkommene Armut, verzehren sich selbst aus tiefer Liebe. Beide haben die zentralen Lebensprinzipien aus dem heiligen Evangelium unseres Herrn Jesus Christus entdeckt und auch umgesetzt.

Denn Christus, obwohl er unermesslich reich war, klammerte sich nicht eigennützig an den Reichtum seines himmlischen Königreiches. Er wurde arm um unseretwillen, damit wir Armen am Geist reich werden am Himmlischen. Christus entleerte sich seiner Herrlichkeit so sehr, dass er Knechtsgestalt annahm, wurde gleich wie ein Mensch, starb frühzeitig am Kreuz, damit wir durch seinen Stellvertreter-Tod das ewige Leben annehmen dürfen. Durch diese Erniedrigung aus Liebe wurde er von Gott erhöht, auferweckt und zum König erhoben.

Franziskus erkannte dieses Prinzip der Erniedrigung, der Armut und der Liebe. Er legte alle Rechte ab, übernahm nicht die Tuchfabrik seines Vaters und ging hinweg, unbekleidet. Arm ging er in den Dienst der Nächstenliebe.

Elisabeth von Thüringen folgte diesem jugendlichen Vorbild beinahe seit ihrer Geburt. Mit 4 Jahren wurde sie ihrer Eltern beraubt und an einen 15-Jährigen verlobt, der frühzeitig starb. Doch sein Bruder heiratete sie. Trotz Ehe und dreier Kinder in ihrem noch Teenageralter geboren, verzichtet sie auf Pomp, Glitz und Glamour und verpflichtet sich der Armut und der Liebe zum Nächsten. Ihr Leben unter den schwierigsten Umständen der Aufopferung wurde jedoch gekennzeichnet durch die drei zentralen Charakterzüge die Paulus im 1. Korintherbrief Kapitel 13 so ausdrückt: Glaube, Hoffnung und Liebe!

Sie glaube an Christus zu ihrer Erlösung, hatte Hoffnung auf das ewige Leben und lebte ein Leben der Liebe in Armut.

Über den Glauben heißt es: Wenn ich Glauben hätte, der Berge versetzt, hätte aber keine Liebe. So wäre ich nichts.

Auch die Flugkameraden, die sich auf den Weg machten, um zu helfen flogen doch im Glauben, dass Berge versetzt würden, dass sie über das Knüllköpfchen hinüberfliegen würden, um zu helfen. Das taten sie im Glauben und in Verbindung mit der Liebe zu ihren Kameraden.

Weiter heißt es in der Schrift: Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib brennen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze.

Elisabeth von Thüringen / Marburg gab alle ihre Habe, sogar ihren ganzen Witwenbesitz für den Bau des Hospitals in Marburg und für die Versorgung der Armen hin. Sie besaß nichts mehr an ihrem Leib als eine graue Nonnenkutte. Aber sie war glücklich, und ihr Herz brannte vor Liebe, Liebe zu ihrem Heiland Jesus Christus und für die sozial niedrigen Schichten, für die Armen.

Auch unsere Luftkameraden waren nur unterwegs in ihrer Fluguniform sowie mit medizinischer Versorgung und Gerät, um den verunglückten Kameraden zu helfen. Da geschah das Unglück.  Das Herz der Kameraden war unterwegs aus Liebe zu ihren Kameraden. Sie zerschellten hier und die meisten verbrannten. Sie ließen buchstäblich „Ihren Leib brennen!“ War das ohne Liebe? Nein!

So auch Elisabeth. Ihr geschwächtes Herz brannte bereits aus mit 24 Jahren in ihrem aufopfernden Dienst. Deshalb wollen auch wir heute all derer Soldaten gedenken und durch den HerzsteinHerzstein der Liebe sie eng in Verbindung mit Elisabeth von Marburg bringen. Und wir selber wollen uns von dieser Liebe, die von Christus her kommt entzünden lassen: Wollen langmütig und freundlich sein, uns nicht ereifern, nicht aufblähen, nicht Mutwillen mit anderen treiben, nicht egoistisch leben, anderen nichts Böses wünschen, sondern uns über jede Wahrheit freuen, wollen alles in Liebe ertragen, in Liebe erdulden, in Liebe erhoffen. Denn die Liebe Gottes, aus seinem Herzen hört niemals auf. Wollen wir durch diesen Herzstein entzündet werden, sodass unser Herz nicht kalt bleibt, sondern warm und beweglich für Gott und die Mitmenschen wird. Wollen wir uns wie Elisabeth von Marburg dem Reichtum der Armut zuwenden, der sich aus Liebe für den anderen verzehrt, auch wenn dabei unser Leib umkommen würde. Die Soldaten opferten sich, um Leben zu retten. Dies tat aber Christus aus Liebe zu uns. Liebe, um uns für die Ewigkeit zu retten. Amen.

http://www.bischof.meyer@rekd.de

Zeittafel Leben Elisabeth

http://www.ekkw.de/elisabethjahr/downloads/elisabeth_zeittafel.pdf

 

Herzstein

Gedenkstein hergestellt von Kamerad Herbert Bröde

https://www.hna.de/lokales/schwalmstadt/schwarzenborn-ort101492/gedenkstaette-hubschrauberabsturz-schwarzenborn-6028167.html

 

Segnung von Gedenksteinen

Antiphon: An der Stelle, wo Jesus gekreuzigt wurde, gab es einen Garten. Und im Garten war ein neues Grabmal, in dem noch nie ein Mensch gelegen hatte.

Zelebrant – danach wiederholen durch Teilnehmer:

Unsere Zuflucht ist bei dem Gott, der von alters her ist, …..

und unter seinen ewigen Armen.  ….                         Deu 33, 27

Lass uns beten.

O GOTT, dessen gesegneter Sohn in das Heilige Grab im Garten Gethsemane gelegt wurde: Wir segnen diesen „Herzstein der Liebe“ am Fliegerdenkmal Knüllköpfchen und bitten Dich, dass alle Soldaten, die hier ihr Leben beim Absturz im Glauben, in Hoffnung und Liebe + hingegeben haben, auch mit Christus im Paradies wohnen und zu Deinem himmlischen Reich kommen dürfen. Durch denselben Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

+ Besprengen des Steins dreifach mit Weihwasser

Download: Gedenksteinweihe

 

Picture remembering Presiding Bishop Grote’s last visit in Germany: August 16, 1946 – November 24, 2016 Our most gracious Lord called our Presiding Bishop, The Most Rev. Royal Grote, Jr., to his eternal home in the early morning hours of Thanksgiving Day. He peacefully departed this life in his sleep. Words of condolence from several […]

Download  click:    rek-germany-words-of-condolence-grote-v2

Fußwaschung3

Predigt am Gründonnerstag in der Christuskapelle

zur Einsetzung des Heiligen Abendmahls mit 
gleichzeitiger Fußwaschung einer Christin.

Die Fußwaschung, ein Beispiel für den Umgang mit unvollkommen und zurückgefallenen Mitchristen Joh 13,1-12

Download: joh13 Demutsdienst

Ambrosius Blog

Anglican Identity Der Autor des ersten Gebetbuchs von 1549 – Erzbischof Thomas Cramner – „Wir beten, was wir auch glauben!“ Ein Gottesdienst, der sich an der Bibel und der frühen Kirche orientiert. Der wahre Gottesdienst geschieht im Himmel, der irdische Gottesdienst soll ein Abbild des himmlischen sein.

Download hier klicken:

FM_Buergener_Rezension_AMGb1549

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 BESTELLUNGEN – ÜBER  BESTELLLFORMULAR:

http://www.rekd.de/index.php?id=146

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Predigt am Sonntag Exaudi: Bischof Meyer

Gemeinde Christi in den Zeugenstand berufen.

xtus Kapelle

Download hier klicken: Jo 15,26+27

Mitzeugen des Heiligen Geistes werden.  

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